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Broschüre zu Ravensbrück



Kolping in Ravensbrück

Die Kolpingjugend ist die Jugendorganisation des Kolpingwerkes. KOLPING ist ein weltweit vertretener katholischer Sozialverband, z.B. in Afrika, Brasilien oder Osteuropa.

Das Berliner Kolpingwerk begann sein Engagement 1995 in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Das erste Projekt war das „Haus der Lagergemeinschaft“. Es wurde finanziell, aber gerade auch mit Tatkraft unterstützt. 1996 veranstaltete die Kolpingjugend Diözesanverband Berlin das erste Workcamp in Ravensbrück. Mit polnischen Jugendlichen wurde das „Haus der Lagergemeinschaft“ entkernt. Damals war die Unterbringung der Teilnehmer/innen noch unkomfortabel mit Schlafsäcken in Zelten. Heute nutzen die Workcamps der Kolpingjugend die Jugendherberge.
Im Jahr 2003 und 2006 organisierte die Kolpingjugend wieder ehrenamtlich große Workcamps. Diese fanden mit Teilnehmenden aus dem Kosovo, dem Partnerland des Kolpingwerkes Berlin und Polen statt. Die Camps waren von einem regen Austausch und sehr motivierten Arbeiten geprägt. Neben dieser drei großen Workcamps, die jeweils etwa 10 Tage dauerten und im Schnitt 25 Teilnehmer/innen hatten, ist die Kolpingjugend zweimal im Jahr für ein Wochenende in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück tätig. Anfangs wurden diese kurzen Einsätze als nicht ergiebig eingestuft, da die Zeit zu kurz sei. Die motivierten Jugendlichen und Erwachsenen haben aber alle vom Gegenteil überzeugt.
Seit dem Jahr 2007 finden die Einsätze in Ravensbrück generationsübergreifend statt. Dies ist eine Grundlage von Kolping, generationsübergreifende Arbeit. So engagieren sich Jung und Alt zusammen in Ravensbrück und leisten gute Arbeit für die Mahn- und Gedenkstätte. Neben den Arbeiten auf dem Gelände gehören seitdem auch die Tätigkeiten im Archiv konstant dazu. Durch die Archivarbeiten werden den Teilnehmer/innen immer wieder die Grausamkeiten des Lagers durch die Aufzeichnungen aufgezeigt. All diese Erfahrungen tauschen die Teilnehmer/innen untereinander aus. Zu den Wochenendeinsätzen gehören auch die inhaltlichen Impulse durch die Pädagogik fest dazu. Eine besonders intensive Erfahrung war ein rein inhaltliches Wochenende in Ravensbrück, an dem auch Überlebende ihre Geschichte erzählten.

So ist Ravensbrück ein fester Bestandteil der Arbeit der Kolpingjugend und des Kolpingwerkes im Diözesanverband Berlin geworden. Die rund 1.500 Mitglieder in Berlin sehen die Arbeit als wertvolle Tätigkeit an. So kann die Mahn- und Gedenkstätte aktiv unterstützt werden und die Geschichte hautnah betrachtet werden. Gerade Jugendlichen soll dieses Projekt näher gebracht werden. Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit die grausame Geschichte vor Augen zu führen und diese gemeinsam aufzuarbeiten.

Das Kolpingwerk gliedert sich in seiner Struktur in den Bereich der Kolpingjugend (Mitglieder bis 30 Jahre) und der „Erwachsenen“. Diese sind in Kolpingsfamilien beheimatet. Die örtlichen Gruppen (Kolpingsfamilien) sind meist in katholischen Pfarrgemeinden angeschlossen. Neben dem Engagement in Ravensbrück bietet die Kolpingjugend verschiedene Aktivitäten an. Dies sind beispielsweise Schulungen und Bildungsmaßnahmen, Kinderfahrten auf die Insel Ameland und die Partnerschaftsarbeit mit dem Kosovo. Das Kolpingwerk („Erwachsene“) fokussiert seine Arbeit auf die Kolpingsfamilien. Hier werden individuelle Angebote gemacht. Die Gruppen treffen sich zu Vorträgen zur Bildung oder zu religiösen Themen, sie verbringen gemeinsam ihr Freizeit, packen vor Ort an und unterstützen sich gegenseitig. Übergreifend ist die Partnerschaftsarbeit und das Engagement in Ravensbrück. Dies alles hat tatsächlich einen familiären Charakter. Im Kolpingwerk fühlt man sich weltweit zu Hause.

Weitere Informationen zur Arbeit der Kolpingjugend und des Kolpingwerkes:
Kolpingjugend Diözesanverband Berlin: www.kolpingjugend-dv-berlin.de
Kolpingwerk Berlin:                                www.kolping-berlin.de
Kolpingwerk Deutschland:                     www.kolping.de

 

Geschichte

Als größtes Frauenkonzentrationslager ging Ravensbrück in die Geschichte ein. Am 15. Mai 1939 begann die Geschichte des Konzentrationslagers. Am 30. April 1945 wurde das KZ durch die Rote Armee befreit. In der Zeit von 1939 bis 1945 waren über 130.000 Frauen und Kinder, sowie über 20.000 Männer in Ravensbrück inhaftiert. Diese Menschen kamen aus mehr als 40 Nationen. Zehntausende starben an diesem Ort. Gründe waren Hunger, Krankheit aber vor allem auch die dort durchgeführten medizinischen Versuche. Das Lager, dass Anfangs als Schutzhaftlager für Frauen betitelt wurde, ist 1938 von Häftlingen aus Sachsenhausen gebaut worden. Die Betriebe Siemens und Halske ließen 20 Werkshallen auf dem Industriegelände erbauen, um dort Zwangsarbeiter zu beschäftigen. Die Frauen mussten dort in zwei Schichten arbeiten, die jeweils 12 Stunden dauerten. Die Versorgung war nicht der Arbeit entsprechend, so dass viele Frauen an Erschöpfung starben. Kurz vor Ende des Krieges konnten etwa 7. 500 Frauen durch das Rote Kreuz nach Schweden und in die Schweiz evakuiert werden. Im Jahre 1944 ließ die SS eine Gaskammer bauen, und vergaste bis Kriegsende 5.000 bis 6.000 Frauen. Vor der Befreiung und dem absehbaren Ende des Krieges trieb die SS Zehntausende verbliebener Häftlinge auf so genannte „Todesmärsche“. Als Ravensbrück befreit wurde, waren jedoch noch über 3. 000 Frauen dort.

1959 wurde die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück gegründet. Bis 1994 befand sich das Gelände jedoch noch in militärischer Nutzung. 1995 konnte der erste Teil der Gedenkstätte für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Seit dieser Zeit ist die Mahn- und Gedenkstätte stetig bemüht, das Gelände weiter zu erforschen, zu restaurieren und der Öffentlichkeit weiter zugänglich zu machen. In den vergangenen Jahren ist viel in der Mahn- und Gedenkstätte geschehen. So konnte z.B. ein neuer Besucherpavillon eröffnet werden. Das Gelände wird der Öffentlichkeit immer zugänglicher. In verschiedenen Ausstellungen wird die Geschichte des Lagers gezeigt. Die alten SS Führungshäuser sind jetzt auch wieder zugänglich, und beheimaten eine weitere Ausstellung.

In Ravensbrück werden durch die Mitarbeiter der Pädagogik eine Vielzahl von Veranstaltungen angeboten. So können Gruppen vor Ort einen spannenden Einblick in die Geschichte erhalten. Die Möglichkeiten sind dabei breit gefächert. Auch die Kolpingjugend nutzt diese Möglichkeit immer wieder. Die Mitarbeiter der Pädagogik sind auch für die Begleitung und Betreuung der zahlreichen Workcamps verantwortlich.

Weiterführende Informationen zur Geschichte und der Arbeit der Mahn- und Gedenkstätte finden sie hier: http://www.ravensbrueck.de/

 

Terminübersicht

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