Karfreitag


Klappern gehört zum Karfreitag und zum Handwerk

Wir als christlicher Sozialverband katholischer Prägung mit einer Handwerkstradition in unseren Ursprüngen, können selbstbewusst sagen: Das Klappern gehört zum Karfreitag und zum Handwerk. Beide Traditionen sind im Mittelalter entstanden. Die Webstühle, die Tischlereien und die Mühlen ratterten und klapperten. Zur Geräuschkulisse gehörte im Mittelalter auch der Brauch, mit Ratschen und Klappern zwischen Gründonnerstagabend und der Osternacht, auf den Tod Jesu Christi am Kreuz und die Grabesruhe hinzuweisen. Wenn auch „Das Klappern gehört zum Handwerk“ zu einem Schlagwort geworden ist, um die Bedeutung des Handwerks für die Gesellschaft aufzuzeigen, hat sich an der Bedeutung des Klapperns im kirchlichen Brauch bis heute nichts geändert. Was beide Traditionen miteinander verbindet, ist vielleicht das Holz: Die hölzernen Wassermühlenräder, die hölzernen Webstühle, das Arbeiten mit Holz in den Gewerken, die Holzratschen und Holzklappern in der Kirche und letztlich das Holz des Kreuzes an dem Jesus Christus den Tod besiegt hat.

Adalbert Jurasch
Vorsitzender Kolping DV Berlin