
Es gibt viele Symbole zu Weihnachten und in der Adventszeit. Mir ist schon häufig der Weihnachtsstern aufgefallen, der in meiner Heimatgemeinde über der Krippe aufgehangen wird. Wenn ich durch die Stadt fahre, dann sehe ich diese Sterne häufig vor evangelischen Kirchen. Aber woher kommt dieser Brauch eigentlich? Bei meiner Recherche bin ich schnell über die Herrnhuter Brüdergemeinde gestolpert. Als in der Gegenreform Anhänger des böhmischen Reformers Jan Hus fliehen mussten, durften sie in der Oberlausitz die Siedlung Herrnhut gründen. Die Gottesdiensträume der Gemeinde sind schlicht, es gibt so z.B. keine Weihnachtskrippe. In einem Internat der Gemeinde entstanden als Schmuck ein Stern mit 110 Zacken, dieser war noch als Dekoration erlaubt. Heute werden die Herrnhuter Sterne von der Herrnhuter Brüdergemeinde verkauft. Die Brüdergemeinde hat übrigens weltweit Mitglieder und die Siedlung Herrnhut wurde dieses Jahr zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.
Text: Sascha Rösler DAK
Bild: Von Frank Vincentz – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12433283
