18. Dezember

An manchen Tagen
fühl‘ ich mich stark für zwei.
Dann will ich gern für dich
zum Engel werden.

Dann lass mich
deine Sorgen mit dir tragen.
Ich will dich stärken,
und dir Hoffnung geben.



An anderen Tagen
fühl’ ich mich schwach und ohne Mut.
Dann ‒ bitte ‒ werde du für mich
zum Engel.

Dann höre du mir zu
und trage mit mir meine Sorgen.
Dann nimm mich in den Arm
und gib mir Kraft und Mut.

© Gisela Baltes
Bild: Kloster Marienberg / Peter Weidemann (Foto)
In: Pfarrbriefservice.de

17. Dezember

Ankommen ist vielleicht kein Ort.
Kein Ziel, das man erreicht.
Kein Ende, das etwas abschließt.

Ankommen kann ein Moment sein.
Du stehst da, atmest, schaust und spürst.

Nach einer Weile sagt irgendetwas in dir leise:
Du bist hier. Du bist genug.

Und vielleicht beginnt genau hier etwas Neues.
In deinem Tempo. Auf deinem Weg.

aus Buch: „Mein Weg – meine Reise“, Marco Fraleoni, www.pilgerverlag.de,

www.helden-im-jetzt.de, In: Pfarrbriefservice.de

3. Advent

Heute ist der 3. Adventssonntag.

Gaudete! „Freut euch! Der Herr ist nah“ – sagt die Bibel.

Nicht, weil alles perfekt läuft.
Sondern weil Gott kommt.

Advent heißt Warten.
Manchmal nervig. Manchmal schwer.
Aber dieses Warten ist nicht leer – es ist voller Hoffnung.

Christus ist unterwegs.
Zu Dir. Zu Deinem Leben.
Auch in Stress, Zweifel und Dunkelheit.

Freude ist nicht immer laut.
Hoffnung beginnt oft leise.
Aber beides wächst, wenn wir vertrauen.

Der Herr ist nahe.
Und das verändert alles.

Text: D. Barenbrügge (Kolping Diözesanvorstand Berlin)
Bild: D. Barenbrügge 

13. Dezember

Liebe Leser*innen des Adventskalenders!

Unsere Welt braucht Lichtgestalten und Glaubenszeugen! Die heilige Lucia hat den Christen in den Katakomben in der Stadt Syrakus Lebensmittel gebracht. Um den Weg zu finden und die Hände frei zu haben für den Transport, setzte sie sich einen Lichterkranz auf. Christinnen und Christen litten unter Verfolgung in ihrer Zeit. Auch sie gab ihr Leben hin für Christus, wie es heute viele tun, die sich zu ihm bekennen. Beten wir die verfolgten Christen um Glaubensstärke.

Thomas Markgraff-Kosch, Präses der KF Berlin-Tempelhof

12. Dezember

Ende November hat mich eine Freundin in meiner Wohnung besucht und war ganz überrascht, dass ich noch keine Weihnachtsdeko verteilt hatte. Sie meinte ganz erstaunt, dass ich doch religiös sei. Ich habe mich hinterher gefragt, inwiefern dass denn zusammen hängt. Klar versetzen einen schöne Kugeln und Tannengrün in eine schöne Stimmung, aber ist es das, worum es Weihnachten geht? Jesus wird geboren in einem Stall, klar ist das objektiv eine schöne Idylle. Ich glaube aber auch, dass man es als ärmlich einordnen kann. Es geht nicht um das schöne Aussehen. Es geht um das nackte Kind in der Krippe.

Und ein bisschen Deko gibt es natürlich auch in meiner Wohnung…

Text: Sascha Rösler (DAK)

Bild von G.C. auf Pixabay

11. Dezember

Psalm 8:
„Herr, unser Herrscher,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus. […]
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,
hast ihm alles zu Füßen gelegt:“

Wir Menschen sind nur wenig geringer als Gott und Jesus hat diese Lücke für sich geschlossen. Schon als der Psalm entstand haben die Menschen ihre Macht begriffen. Doch was für Herrscher sind wir? Wie gehen wir mit unserer Macht um? Erschaffen wir Neues, bewahren wir die Erde oder zerstören wir alles als gewalttätige Herrscher?

Text: Sascha Rösler (DAK)
Bild: Michelangelo, Public domain, via Wikimedia Commons

10. Dezember

Zwischen warmem Lichterglanz und dem Duft von Bratwurst, Glühwein und Punsch entsteht ein Raum, der Menschen näher zusammenbringt – ganz ohne große Worte. Auf dem Weihnachtsmarkt begegnen wir einander langsamer, offener, authentischer.

Gemeinschaft zeigt sich hier in den kleinen Momenten:

  • im Gespräch zwischen Freunden und Unbekannten,
  • im Lächeln, das man Fremden schenkt,
  • im gemeinsamen Staunen über funkelnde Dekoration,
  • im Gefühl, dass die Kälte weniger unangenehm ist, wenn jemand neben einem steht.

Vielleicht ist es genau das, was der Weihnachtsmarkt uns jedes Jahr neu schenkt: das Bewusstsein, dass Verbundenheit nicht immer laut ist. 

Welcher Moment auf einem Weihnachtsmarkt hat Dich zuletzt unerwartet verbunden fühlen lassen?

Text: D. Barenbrügge, Kolping Diözesanvorstand Berlin
Foto: D. Barenbrügge

9. Dezember

Ein Licht im Advent. Nimm Dir, was Du brauchst:

Ein Herzlicht für Dich.

Ein Hauch Frieden.

Ein wenig Adventsmagie.

Ein Lächeln für Dich.

Ein neuer Anfang.

Ein Moment Wärme.

Ein kleines Licht.

Ein Funke Hoffnung.

Nimm Dir, was Du brauchst.

D. Barenbrügge (Vorstand Kolping DV Berlin)

Text und Idee: C. Montag (Caritasverband für das Erzbistum Berlin)

Foto: D. Barenbrügge