8. Dezember 2024

„Pilger der Hoffnung“ ist auch das Leitwort für das Heilige Jahr 2025. Pilger der Hoffnung sind mit einem großen Ziel vor Augen unterwegs. Davon spricht der Prophet Jesaja, wenn er das große Festmahl am Ende der Zeiten beschreibt. Das ist seine Hoffnung: Gott wird jede Träne abwischen. Glauben ist kein sinnloses Tun, das einen Menschen für den kurzen Moment seines Lebens glücklich macht und dann mit ihm zusammen begraben wird. Die Lesungen des heutigen Tages machen deutlich: aus dem Glauben handeln heißt, in meinem Tun die Zukunft vorwegnehmen, von der wir hoffen, dass sie einmal für alle gelten wird.

Adolph Kolping ist davon überzeugt: „Die Sehnsucht nach einer besseren Zukunft liegt zu tief in der Menschenbrust, das Verlangen nach Glückseligkeit ist gleichsam mit der Seele des Menschen zu sehr verwachsen, als dass es möglich wäre, so leicht die auf die Zukunft gebauten Hoffnungen einzureißen, jenes eingewurzelte Verlangen in düstere Verzweiflung zu verkehren. Mag auch jeder neue Tag menschliche, leider zu vielfach irdische Pläne zertrümmern, vom folgenden Tage erhofft der Mensch immer wieder aufs Neue eine günstigere Wendung seines Geschickes; die Hoffnung, dass es besser werden muss, besser werden wird, gibt er einmal nicht auf, kann er nicht aufgeben, weil sie allein es oft genug ist, welche die Tätigkeit seines Daseins bedingt.“

Gedanken zum Kolpinggedenktag von Hans-Joachim Wahl, Bundespräses Kolpingwerk Deutschland (https://kolpingwerkstatt.de/geistliches/kolpinggedenktag/artikeldetail/mit-adolph-kolping-als-pilger-der-hoffnung-unterwegs)

Bild: Sylvio Krüger
In: Pfarrbriefservice.de