3. Advent

Heute ist der 3. Adventssonntag.

Gaudete! „Freut euch! Der Herr ist nah“ – sagt die Bibel.

Nicht, weil alles perfekt läuft.
Sondern weil Gott kommt.

Advent heißt Warten.
Manchmal nervig. Manchmal schwer.
Aber dieses Warten ist nicht leer – es ist voller Hoffnung.

Christus ist unterwegs.
Zu Dir. Zu Deinem Leben.
Auch in Stress, Zweifel und Dunkelheit.

Freude ist nicht immer laut.
Hoffnung beginnt oft leise.
Aber beides wächst, wenn wir vertrauen.

Der Herr ist nahe.
Und das verändert alles.

Text: D. Barenbrügge (Kolping Diözesanvorstand Berlin)
Bild: D. Barenbrügge 

13. Dezember

Liebe Leser*innen des Adventskalenders!

Unsere Welt braucht Lichtgestalten und Glaubenszeugen! Die heilige Lucia hat den Christen in den Katakomben in der Stadt Syrakus Lebensmittel gebracht. Um den Weg zu finden und die Hände frei zu haben für den Transport, setzte sie sich einen Lichterkranz auf. Christinnen und Christen litten unter Verfolgung in ihrer Zeit. Auch sie gab ihr Leben hin für Christus, wie es heute viele tun, die sich zu ihm bekennen. Beten wir die verfolgten Christen um Glaubensstärke.

Thomas Markgraff-Kosch, Präses der KF Berlin-Tempelhof

12. Dezember

Ende November hat mich eine Freundin in meiner Wohnung besucht und war ganz überrascht, dass ich noch keine Weihnachtsdeko verteilt hatte. Sie meinte ganz erstaunt, dass ich doch religiös sei. Ich habe mich hinterher gefragt, inwiefern dass denn zusammen hängt. Klar versetzen einen schöne Kugeln und Tannengrün in eine schöne Stimmung, aber ist es das, worum es Weihnachten geht? Jesus wird geboren in einem Stall, klar ist das objektiv eine schöne Idylle. Ich glaube aber auch, dass man es als ärmlich einordnen kann. Es geht nicht um das schöne Aussehen. Es geht um das nackte Kind in der Krippe.

Und ein bisschen Deko gibt es natürlich auch in meiner Wohnung…

Text: Sascha Rösler (DAK)

Bild von G.C. auf Pixabay

11. Dezember

Psalm 8:
„Herr, unser Herrscher,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus. […]
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,
hast ihm alles zu Füßen gelegt:“

Wir Menschen sind nur wenig geringer als Gott und Jesus hat diese Lücke für sich geschlossen. Schon als der Psalm entstand haben die Menschen ihre Macht begriffen. Doch was für Herrscher sind wir? Wie gehen wir mit unserer Macht um? Erschaffen wir Neues, bewahren wir die Erde oder zerstören wir alles als gewalttätige Herrscher?

Text: Sascha Rösler (DAK)
Bild: Michelangelo, Public domain, via Wikimedia Commons

10. Dezember

Zwischen warmem Lichterglanz und dem Duft von Bratwurst, Glühwein und Punsch entsteht ein Raum, der Menschen näher zusammenbringt – ganz ohne große Worte. Auf dem Weihnachtsmarkt begegnen wir einander langsamer, offener, authentischer.

Gemeinschaft zeigt sich hier in den kleinen Momenten:

  • im Gespräch zwischen Freunden und Unbekannten,
  • im Lächeln, das man Fremden schenkt,
  • im gemeinsamen Staunen über funkelnde Dekoration,
  • im Gefühl, dass die Kälte weniger unangenehm ist, wenn jemand neben einem steht.

Vielleicht ist es genau das, was der Weihnachtsmarkt uns jedes Jahr neu schenkt: das Bewusstsein, dass Verbundenheit nicht immer laut ist. 

Welcher Moment auf einem Weihnachtsmarkt hat Dich zuletzt unerwartet verbunden fühlen lassen?

Text: D. Barenbrügge, Kolping Diözesanvorstand Berlin
Foto: D. Barenbrügge

9. Dezember

Ein Licht im Advent. Nimm Dir, was Du brauchst:

Ein Herzlicht für Dich.

Ein Hauch Frieden.

Ein wenig Adventsmagie.

Ein Lächeln für Dich.

Ein neuer Anfang.

Ein Moment Wärme.

Ein kleines Licht.

Ein Funke Hoffnung.

Nimm Dir, was Du brauchst.

D. Barenbrügge (Vorstand Kolping DV Berlin)

Text und Idee: C. Montag (Caritasverband für das Erzbistum Berlin)

Foto: D. Barenbrügge

2. Advent

In der Vorbereitung der Impulse fiel mir der Heilige Ambrosius auf, dessen Weihetag zum Bischof wir heute feiern – Ein Kirchenlehrer. Doch wer war er, dass wir hin so ansehen? Er lebte von 339 bis 397 und wuchs in einer römischen Beamtenfamilie auf. Er soll noch vor seiner Taufe zum Bischof geweiht worden sein, nachdem der die Bischofswahl von staatlicher Seite überwachen wollte. Als Bischof schaffte er dann die Verbindung zu den griechischen Theologen und Übernahm Auslegungen für die lateinische Westkirche. Was mich an ihm irritiert ist, dass er seine gute Verbindung zum römischen Kaiser nutze um einen Bischof und andere Menschen, die an einem Pogrom teilgenommen hatten, vor der Strafverfolgung zu schützen.

Text: Sascha Rösler (DAK)

Bild von Wolfgang Sauber – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10868739