5. Dezember 2024

Als ich an Christkönig in der Messe war, wurde zu den Vermeldungen auch das Hirtenwort unseres Bischofs vorgelesen. Ein Abschnitt ist mir dabei in Erinnerung geblieben:

“Das Wort »Advent« – Ankunft – ist verwandt mit dem englischen Wort »adventure«. Nur wer sich auf das Abenteuer mit Gott in seinem Leben einlässt, nur wer mit Gott zu leben wagt, wird seine Ankunft, seine Nähe in seinem Leben erfahren.” [aus “Kathedrale der Hoffnung”, Hirtenwort zur Wiedereröffnung der Sankt Hedwigs-Kathedrale am 24. November 2024]

 

Text: Sascha Rösler,
Bild von Csaba Nagy auf Pixabay

4. Dezember 2024

Mit dem Advent beginnt ein neues Kirchenjahr. Der Kolpinggedenktag liegt gleichsam am Eingang des neuen Kirchenjahres, das zugleich unser Jubiläumsjahr ist: ein besonderes Jahr für die Kirche und für das Kolpingwerk. Die weltweite Gemeinschaft der Kirche begeht dieses Jahr als Heiliges Jahr, in dem wir besonders danken für das Leben, das der Glaube an Jesus Christus schenkt und für die Nähe Gottes, die wir an jedem Tag unseres Lebens neu erfahren dürfen.



Das Kolpingwerk blickt auf den 175. Jahrestag der Verbandsgründung zurück: am 20. Oktober 1850 schlossen sich die drei ersten Gesellenvereine – Elberfeld, Köln und Düsseldorf – zum „Rheinischen Gesellenbund“ zusammen. Tatsächlich war es ein Wagnis, das Adolph Kolping einging, als er die Idee des Gesellenvereins von Elberfeld aus mit in die Welt nahm. Sein Gottvertrauen und seine Überzeugung: „Wie übel wären wir dran, wenn unsere Hoffnung auf Menschen ruhte“ trugen ihn in seinem Vorhaben. Wir sagen Dank für all das Gute, das im Geist Adolph Kolpings vielen Menschen geschenkt wurde, und wir sammeln neue Kraft, um diesen Weg voller Hoffnung weiterzugehen.

Hoffnung und Gottvertrauen waren es, die Adolph Kolping Mut machten, Menschen zu gewinnen.

Gedanken zum Kolpinggedenktag von Hans-Joachim Wahl, Bundespräses Kolpingwerk Deutschland (https://kolpingwerkstatt.de/geistliches/kolpinggedenktag/artikeldetail/mit-adolph-kolping-als-pilger-der-hoffnung-unterwegs)

3. Dezember 2024

In deinem Licht stehen Wenn wir Dir, unserer Mitte, dem Licht unseres Lebens nahe sein wollen, müssen wir zusammenrücken, Wenn wir in Deinem Licht stehen werden auch wir sichtbar – verschieden und ähnlich, vertraut und fremd, verbunden in der Sehnsucht, Dir nahe zu sein, im Anderen, in der Anderen Dich zu erkennen.

Claudia Nietsch-Oss

Ausgesucht von Monika Buchholz, Geistliche Leiterin DV Berlin

Bild: Peter Weidemann
In: Pfarrbriefservice.de

2. Dezember 2024

Für jeden einzelnen von uns, gab es in diesem Jahr Höhen und Tiefen. Es fällt immer wieder schwer aus schweren Momenten im Leben einen Hoffnungsschimmer zu finden. Lassen wir uns auf das ein, was uns in den nächsten Tagen erwartet.

Diözesanleiter der Kolpingjugend Berlin

Sebastian Rybot

Bild: Christian Schmitt
In: Pfarrbriefservice.de

1. Dezember 2024

Herzlich Willkommen mit Impulsen wollen wir uns 24 Tage auf den Heiligen Abend vorbereiten.

Der Abend soll Jesus und Gott gehören, wir wollen uns jetzt schon im Trubel, dazu jeden Tag vorbereiten. Seid dabei!

Auch herzlich laden wir euch ein, uns auf dem Lichtermarkt heute zu besuchen.

Lasst euch ein.

Sophie Dziaszyk, Diözesanleiterin DV Berlin

72-Stunden-Aktion des BDKJ in Ravensbrück

  

Rückblickend waren es anstrengende, aber auch die lohnendsten Stunden, die ich erlebt habe. Ich nahm dieses Jahr vom 19. bis 20. April zum zweiten Mal an dem Projekt in Ravensbrück teil. Dieses Projekt, das von der Kolpingverband organisiert und durchgeführt wird, wurde dieses Mal wieder mit der 72-Stunden-Aktion des BDKJ verbunden. Die 72-Stunden-Aktion ist eine deutschlandweite Sozialaktion des BDKJ, bei der Kinder und Jugendliche innerhalb von 72 Stunden gemeinnützige Projekte umsetzen. Ziel ist es, durch praktisches Engagement und Solidarität das Umfeld zu verbessern und einen positiven gesellschaftlichen Beitrag zu leisten.

Besonders erwähnenswert ist die Teilnahme eines besonderen Gastes am Projekt Ravensbrück, der uns sehr erfreute. Der Bundespräses Pfarrer Hans-Joachim Wahl nahm dieses Mal an der Aktion Ravensbrück teil und war dafür extra aus Köln angereist.

Als ich am Freitag ankam, gab es gleich nach dem Abendessen sowie einer Vorstellungsrunde für die neu angekommenen Gäste (mir eingeschlossen) eine Präsentation von Salvatore Trapani, der uns sein neues Buch in Auszügen präsentierte. Es war nicht nur der Inhalt des Buches, der mich begeisterte, sondern auch die eindrucksvolle und interessant gestaltete Art und Weise, wie Salvatore sein Buch vorstellte. Das Buch „Di fronte alla Shoah. Arte fra testimonianza ed empatia“, welches bisher leider nur auf Italienisch erhältlich ist, untersucht, wie Kunstwerke von deportierten und zeitgenössischen Künstlern die Erinnerung an die Shoah bewahren und Empathie fördern. Es betont die Rolle der visuellen Kunst als narrative Form der Erinnerung, ergänzend zu Literatur und Film. Es beeindruckte mich, wie die Insassen von Konzentrationslagern es geschafft haben, trotz solchen Leids und Hasses, den sie erlebten, ihre Gefühle in der Kunst zum Ausdruck zu bringen. Jeder Vortrag, den ich bisher von Salvatore Trapani gehört habe, öffnete mir einen neuen Eindruck über die Kunst von Menschen aus allen verschiedenen Lebenslagen.

Im Anschluss an den Vortrag suchten wir unseren Aufenthaltsraum auf, wo wir den Abend ausklingen ließen. Am darauffolgenden Morgen begann gleich nach dem Frühstück die zweigeteilte Arbeit. Ein Teil leistete wichtige Arbeit im Archiv, die sich schön mit dem Motto „Gegen das Vergessen“ beschreiben lässt. Ein anderer Teil der Gruppe widmete sich der Arbeit auf dem Südgelände, wo wir viel Fläche, die über die Zeit von der Natur zurückerobert wurde, befreiten, um die Gedenkstätte zu einem übersichtlicheren Ort zu machen. Wir widmeten den gesamten Tag dieser Aufgabe und erzielten bedeutende Fortschritte, die deutlich sichtbar waren. Gegen späten Nachmittag bereitete ich einen Gottesdienst vor, der später im Zellentrakt stattfand. Geleitet wurde er von unserem Bundespräses, der eine bewegende Predigt hielt und somit unseren Arbeitseinsatz an diesem Tag abschloss. Nach gemeinsamen Grillen zum Abendessen kamen wir wieder im Aufenthaltsraum zusammen.

Da ich am nächsten Morgen abreisen musste, konnte ich den Tag leider nicht weiter für die Arbeit nutzen. Im Rückblick finde ich, dass es erneut eine erfolgreiche Aktion in Zusammenarbeit mit dem BDKJ war. Es ist wichtig, sich für das Motto „Gegen das Vergessen“ einzusetzen und sich mit der Aufarbeitung solcher Orte zu befassen, die eine schwere Geschichte tragen.

Julius Jurasch (Text)

KF Berlin-Zentral

Daniel Buchholz (Fotos)

Historische Funde in Ravensbrück

Vom 15. – 17. September habe ich im Workcamp in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück teilgenommen. Bei der Ankunft aßen wir alle erstmals gemeinsam. Daraufhin bezogen wir unsere Zimmer in der Jugendherberge. Spät am Abend besuchten wir dann einen Vortrag von Salvatore Trapani, der uns das Wochenende pädagogisch begleitete. Doch bevor dieser losging, stellte sich jeder der Teilnehmenden in der Runde vor. Der Vortrag handelte über Kunst und Widerstand. Dieser war äußerst interessant, da man tiefe Einblicke in die Kunst derer Künstler bekam, welche in Zeiten des Nationalsozialismus radikal verfolgt wurden. Ich fand diesen Vortrag nicht nur interessant, weil ich mich für Kunst interessiere, sondern auch daher, dass Salvatore die Geschichte der Partisanen ausführlich aufzeigte. Nach diesem wirklich interessanten Vortrag versammelten wir uns im Gemeinschaftsraum und ließen den Abend ausklingen.

 

Der nächste Tag begann für mich und fünf weiteren Helfern mit einer Führung von Salvatore übers Gelände. Hier erfuhren wir viel über die Geschichte des ehemaligen KZ, welche von Salvatore ausführlich erzählt wurde. Darauf- hin teilte sich die Gruppe: Einige gingen zum Archiv, wo schon einige, welche nicht an der Führung teilnahmen, gewissenhaft arbeiteten. Zwei andere und ich gingen zur Ausgrabungsstätte. Hier war das Ziel den Asphalt von der Erdschicht mit Gras und Wurzeln zu befreien. Wir hatten die Hoffnung dadurch den Grundriss einer Baracke besser entdecken zu können. Vermutlich waren dort Frauen und Kinder aus Polen inhaftiert. Bis zur Mittagspause entwurzelten wir als Gruppe viele Sträucher. Es war eine sehr anstrengende Arbeit, welche nicht von riesigem Vorankommen geprägt war. Kleine Hügel mit Steinen und große Wurzeln bereiteten gleich mehreren eine zeitraubende Aufgabe. Doch durch das Speisen zu Mittag tankten wir Kraft und erhielten neue Energie. Bis zum Ende des Tages hatten wir einiges frei gelegt und konnten das Abendessen, eine Grillmahlzeit, genießen. Der Tag klang wieder mit gemeinschaftlichem Zusammensein aus. Vorher gab es aber einen gemeinsamen Gottesdienst mit unserem Diözesanpräses in der Schneiderei des ehemaligen Konzentrationslagers.

Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem Morgengebet wieder in zwei Gruppen an die Arbeit: die Hälfte zum Archiv und die anderen zur Außenarbeit. Letztere nahm uns wieder sehr viel Kraft. Es schien so, als wären dort nur noch Wurzeln, die wir zu befreien versuchten. Doch dann kam von Sebastian und Izabela eine interessante Neuigkeit: Es wurden Ziegelsteine ausgegraben. Diese sahen ziemlich alt und original aus. Gemeinsam befreiten wir immer mehr Erde vom Boden und sahen immer mehr Ziegel. Unsere Vermutung ist, dass es der echte Barackenboden ist. Deshalb gruben wir in immer größeren Abständen tiefe Löcher, um zu sehen, wie weit dieser Ziegelboden vorhanden war. Wie wir herausfanden, erstreckte er sich über eine große Fläche. In einem Loch fanden wir auch Asche. Diese wollte Salvatore demnächst untersuchen lassen. So können wir wissen, ob sie vom Tier oder vom Menschen ist. Der Fund könnte für diese historische Städte Ravensbrück von großer Bedeutung sein. Das wäre bisher der einzige erhaltene Barackenboden in Ravensbrück und könnte die Ausmaße einer Baracke in ferner Zukunft komplett darstellen. Insgesamt war es toll als Helfer in Ravensbrück mitzuwirken. Es brachte viel neues Wissen für mich und es brachte neues Wissen für die Denkstätte. Im Archiv wurden viele Schriften digitalisiert und das trägt auch extrem viel zum Motto „Gegen das Vergessen“ bei.

Ich möchte mich hiermit für diese interessante Erfahrung bedanken und bin überzeugt, dass ich nächstes Mal wieder komme.

Julius Jurasch

KF Berlin-Zentral

24. Dezember

Auf die Frage, wann Weihnachten ist, antworten inzwischen immer mehr Menschen, es sei am 24.12. Dass das nicht stimmt, merken wir etwa alle sechs Jahre, wenn der vierte Advent, so wie diesmal, auf den Heiligen Abend fällt – und die Adventszeit entsprechend kurz war.

Ich hoffe, Ihr habt sie trotzdem, auch dank dieses Kolping-Adventskalenders, nutzen können und seit jetzt bereit – einmal noch tief Luft holen – um nach der vorweihnachtlichen Stimmung  heute Nacht im Anbruch des morgigen Tages die Geburt Christi zu feiern! „In der Mitte der Nacht liegt der Anfang eines neuen Tags!“ Gesegnete Weihnachten!

Pfr. Matthias Brühe, DP

23. Dezember

Die Zeit der Vorbereitung geht zu Ende, wir sind alle auf das Kommen gespannt, das helle Licht. Vergessen wir in dem Licht nicht die Menschen, die es schwer haben das Licht zu spüren. Bemühen wir uns, dieses Licht aufzunehmen und weiter zu schenken.

Sebastian Rybot, DL