Stille Nacht – Ruhe – Entschleunigung – Zeit zum Nachdenken
Heilige Nacht – Gottes Nacht – Ja, er kommt zu uns

Text: Sascha Rösler DAK
Bild: Sylvio Krüger In: Pfarrbriefservice.de
Stille Nacht – Ruhe – Entschleunigung – Zeit zum Nachdenken
Heilige Nacht – Gottes Nacht – Ja, er kommt zu uns

Text: Sascha Rösler DAK
Bild: Sylvio Krüger In: Pfarrbriefservice.de
Straßen glitzern hell
in der Frühe des Morgens
trostlos ist der Winter

Adalbert Jurasch

Es gibt viele Symbole zu Weihnachten und in der Adventszeit. Mir ist schon häufig der Weihnachtsstern aufgefallen, der in meiner Heimatgemeinde über der Krippe aufgehangen wird. Wenn ich durch die Stadt fahre, dann sehe ich diese Sterne häufig vor evangelischen Kirchen. Aber woher kommt dieser Brauch eigentlich? Bei meiner Recherche bin ich schnell über die Herrnhuter Brüdergemeinde gestolpert. Als in der Gegenreform Anhänger des böhmischen Reformers Jan Hus fliehen mussten, durften sie in der Oberlausitz die Siedlung Herrnhut gründen. Die Gottesdiensträume der Gemeinde sind schlicht, es gibt so z.B. keine Weihnachtskrippe. In einem Internat der Gemeinde entstanden als Schmuck ein Stern mit 110 Zacken, dieser war noch als Dekoration erlaubt. Heute werden die Herrnhuter Sterne von der Herrnhuter Brüdergemeinde verkauft. Die Brüdergemeinde hat übrigens weltweit Mitglieder und die Siedlung Herrnhut wurde dieses Jahr zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.
Text: Sascha Rösler DAK
Bild: Von Frank Vincentz – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12433283

Der Advent ist da;
Kerzen brennen nieder;
das Jesuskind kommt wieder!
Adalbert Jurasch
Diözesanvorsitzender
Kolpingwerk Berlin

Das Wichtigste Der schönste Tag? Heute Das größte Hindernis? Die Angst Das Leichteste? Sich irren Die Wurzel aller Übel? Egoismus Die beste Zerstreuung? Arbeit Die größte Niederlage? Die Mutlosigkeit Der schlimmste Fehler? Schlechte Laune Das gemeinste Gefühl? Rache und Groll Das schönste Geschenk? Das Verständnis Die stärkste Kraft der Welt? Der Glaube Das Schönste auf der Welt? Die Liebe Was am glücklichsten macht? Nützlich für die anderen sein Mutter Theresa
Ausgesucht von Monika Buchholz, Geistliche Leiterin DV Berlin
Bild: Sylvio Krüger
In: Pfarrbriefservice.de

In der Adventszeit bereiten wir uns auf die Geburt von Jesus vor. Es fällt immer wieder schwer, dieses Geschenk für sich selbst anzunehmen. Sich die Zeit in der Hektik des Alltags zunehmen, das Licht in sich aufzunehmen.
Diözesanleiter der Kolpingjugend Berlin
Sebastian Rybot
Bild: Peter Weidemann
In: Pfarrbriefservice.de

Das wünsche ich mir und dir Herr, mach mich zu einem Menschen, der tatkräftig anpackt und nicht große Reden schwingt. Herr, mach mich zu einem Menschen, der im Kleinen hilft und, wenn´s drauf ankommt, da ist. Herr, mach mich zu einem Menschen, der noch lächeln kann und nicht mit einem langen Gesicht herumläuft. Herr, mach mich zu einem Menschen, der sich auf den Weg zum anderen macht und nicht auf und davon rennt. Herr, mach mich zu einem Menschen, der ein kleines Licht ansteckt, anstatt auf die Dunkelheit zu schimpfen. Herr, mach mich zu einem Menschen, der an das Leben und die Zukunft glaubt und nicht in Verzweiflung und Angst erstickt. Verfasser unbekannt
Ausgesucht von Monika Buchholz, Geistliche Leiterin DV Berlin
Bild: Peter Weidemann
In: Pfarrbriefservice.de
„Pilger der Hoffnung“ ist auch das Leitwort für das Heilige Jahr 2025. Pilger der Hoffnung sind mit einem großen Ziel vor Augen unterwegs. Davon spricht der Prophet Jesaja, wenn er das große Festmahl am Ende der Zeiten beschreibt. Das ist seine Hoffnung: Gott wird jede Träne abwischen. Glauben ist kein sinnloses Tun, das einen Menschen für den kurzen Moment seines Lebens glücklich macht und dann mit ihm zusammen begraben wird. Die Lesungen des heutigen Tages machen deutlich: aus dem Glauben handeln heißt, in meinem Tun die Zukunft vorwegnehmen, von der wir hoffen, dass sie einmal für alle gelten wird.

Adolph Kolping ist davon überzeugt: „Die Sehnsucht nach einer besseren Zukunft liegt zu tief in der Menschenbrust, das Verlangen nach Glückseligkeit ist gleichsam mit der Seele des Menschen zu sehr verwachsen, als dass es möglich wäre, so leicht die auf die Zukunft gebauten Hoffnungen einzureißen, jenes eingewurzelte Verlangen in düstere Verzweiflung zu verkehren. Mag auch jeder neue Tag menschliche, leider zu vielfach irdische Pläne zertrümmern, vom folgenden Tage erhofft der Mensch immer wieder aufs Neue eine günstigere Wendung seines Geschickes; die Hoffnung, dass es besser werden muss, besser werden wird, gibt er einmal nicht auf, kann er nicht aufgeben, weil sie allein es oft genug ist, welche die Tätigkeit seines Daseins bedingt.“
Gedanken zum Kolpinggedenktag von Hans-Joachim Wahl, Bundespräses Kolpingwerk Deutschland (https://kolpingwerkstatt.de/geistliches/kolpinggedenktag/artikeldetail/mit-adolph-kolping-als-pilger-der-hoffnung-unterwegs)
Bild: Sylvio Krüger
In: Pfarrbriefservice.de

Es gibt immer wieder Dinge, die die Welt verändern. Dinge, die gehypt werden und meistens nur kurz überdauern und Dinge, die vielleicht ein bisschen brauchen, bis die Welt es versteht und die die Welt für eine lange Zeit prägen. So ist es auch mit der Geburt von Jesus. Wer hat es damals mitbekommen? Ein paar Hirten und drei Sterndeuter. Aber sonst? Die Bibel spricht nicht von
langen Schlangen, in denen die Menschen warteten um Jesus zu besuchen. Kein Hype auf Insta oder Tik-Tok. Erst 30 Jahre später schlug die Nachricht von Jesus richtig ein. Ich nehme daraus den Gedanken mit, dass nicht die Dinge wichtig sind, die sich uns wie eine Dubai-Schokolade aufdrängen, sondern die, die vielleicht jetzt irgendwo im Kleinen beginnen und erst reifen müssen. So wie das kleine Jesuskind.
Text: Sascha Rösler DAK
Bild: Ute Quaing In: Pfarrbriefservice.de
Zum ausgehenden Jahr stellt uns die Kirche besondere Heilige der Caritas, der aktiven Nächstenliebe vor – so den Hl. Martin am 11.11, die Hl. Elisabeth am 19.11. und heute, am 6.12., den Hl. Nikolaus. Dieser Bischof aus dem frühen 4. Jahrhundert ist einer der populärsten Heiligen im ganzen Kosmos der Christenheit, in Ost und West, Nord und Süd, und besonders beliebt bei den Kindern.

Nicht nur in der lateinischen Kirche, auch in der Ostkirche bis nach Russland hin, ist er bis heute hochverehrt, kommt er doch aus dem alten byzantinischen Großreich und war Bischof in der Hafenstadt Myra in Kleinasien. Zahlreiche Legenden zeichnen das Wesen dieser Person aus, so wirft er heimlich Geldbeutel durchs Fenster einer verarmten Familie, um dem Vater die Aussteuer seiner drei Töchter zu ermöglichen. Er rettet Schiffe aus Seenot, befreit unschuldig Gefangene aus dem Kerker und vieles, vieles mehr…
Diese Legenden und Geschichten, mitten aus dem Volk erwachsen, sagen oft viel mehr über das Wesen einer Gestalt aus, als trockene, biographische Daten und Fakten. Ähnliches kennt man vom Hl. Martin oder den anrührenden Fioretti („Blümelein“) des Hl. Franz v. Assisi. Diese Geschichten berühren das Herz, und nicht nur den Verstand.
Mich begleitet dieser Heilige von Kindesbeinen an aus ganz verschiedenen Perspektiven. Als Kind war es der prall gefüllte Schuh am Morgen des 6.12., der uns Kleinen Freude machte und schon ein Vorgeschmack auf Weihnachten war. Später schlüpfte ich selbst in die Rolle des Heiligen, wenn ich als Kaplan in unseren Kitas die Nikolausgeschichte mit den Überraschungen für die Kinder präsentierte.
Das fühlte sich gut an, so als Glücksbringer der Kleinsten. Gerade diese Freigiebigkeit und Großzügigkeit macht den heiligen Klaus so sympathisch. Sein Name ist weit verbreitet, ob als Santa Claus, Niko, oder Nicolai, unzählige Kirchen aus dem Mittelalter tragen sein Patronat. Und bitte nicht verwechseln mit dem Weihnachtsmann, das ist eine säkulare Ersatzgestalt, oft sogar für das Christkind, wo die eigentliche Substanz des Christlichen nicht mehr präsent ist.
Wir bleiben bei dem Wesentlichen: 6.12. Nikolaus und Weihnachten, das Christuskind – sie beide haben der Welt Großes geschenkt.
Pfr. Bernhard Gewers
Bild: Sylvio Krüger
In: Pfarrbriefservice.de