Aschermittwoch

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei…“ heißt es in einem Karnevalslied. Nun ja, wir wären froh, wenn jetzt alles vorbei wäre. Mit der Fastenzeit beginnen die 40 Tage der Besinnung auf Ostern. „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“ In der Fastenzeit sollen wir bewusst auf etwas verzichten, uns wieder auf das Wesentliche, das Einfache, konzentrieren. Adolph Kolping sagte: „Der alltägliche Mensch muss bisweilen dem Alltäglichem aus dem Wege gehen, damit er für das Alltägliche endlich wieder offenen Sinn und Verstand empfängt.“ Wenn ich die vergangenen Wochen und Monate, ja sogar das vergangene Jahr betrachte, dann haben wir alle sehr viel verzichten – nicht freiwillig. Aber wir haben verantwortungsvoll, aus Rücksicht auf die Mitmenschen, auf unsere Lieben und uns selbst auf vieles verzichtet.

Und was ist uns in dieser Zeit bewusst geworden? Was vermissen wir? Auf was freuen wir uns besonders? Es sind oft die kleinen Dinge, die uns glücklich machen und erfüllen, und dennoch starten wir jetzt in die Fastenzeit – freiwillig. Nutzen wir die Fastenzeit um uns bewusst zu werden was wir aus dem Verzicht der letzten Monate gelernt haben. Machen wir uns auf den Weg in all diesen Begebenheiten Gott zu finden. Lernen wir dabei von unserem seligen Vater Kolping: „Halten sie sich mit dem lieben Gott nur gut, der bleibt ihnen ganz gewiss nichts schuldig, auch selbst dann nicht, wenn er tut, als ließe er sie eine Weile alleine gewähren und hätte sie vergessen. Grade dann beweisen sie den stärksten Mut.“ In diesem Sinne wünsche ich euch allen Gottes Segen für die Fastenzeit und hoffe, dass ihr den Mut und das Vertrauen habt Gottes Liebe in diesen besonderen Zeiten zu entdecken.

Daniel Buchholz

Geistlicher Leiter Kj. DV Berlin

By Siggy Nowak in Pfarrbriefservice.de