1. Dezember

Heute geht es wieder los: jeden Tag ein „Türchen“ öffnen und auf Weihnachten zu gehen mit der Überraschung, was mich heute hinter dem „Türchen“ erwartet. Ich freu mich auf eine Zeit, in der immer mehr Lichter die Fenster schmücken und die Dunkelheit vertreiben; eine Zeit, in der wir wieder mehr aneinander denken; eine Zeit, in der wir für andere Menschen spenden; eine Zeit, in der wir an unsere Familie denken und Weihnachtspost schreiben; eine Zeit, der Gemütlichkeit und der Geselligkeit. Eine schöne Zeit steht uns bevor. Guter Gott, lass uns diese schöne Zeit über den Advent hinaustragen.

 

Text: Daniel Buchholz, Geistlicher Leiter
Bild: Yohanes Vianey-Lein in pfarrbriefservice

1. Advent

Ein Bild, dass mich in diesem Jahr wieder durch den Advent begleitet, ist das des Bootes. Schon als Kind hatte mich das alte Kirchenlied „Es kommt ein Schiff geladen“ fasziniert, ohne genau zu wissen, was für ausdrucksstarke Bilder es enthält. Damals hatte ich sogar eine Fenstercollage extra für die Adventszeit gestaltet, in dem ein Boot mit dargestellt war. Langsam, aber beständig treibt es einem Ziel entgegen, ohne lautes Motorengeräusch, ohne dass man sich abstrampeln muss – nur von der Strömung und dem Wind in den Segeln angetrieben. Ein schönes Bild für die nächsten Tage und Wochen. Gut zu wissen, dass wir ein Ziel haben. Ob wir auch ankommen zu unserem date, zu meinem date? Wenn ich die Segel richtig setze, bestimmt.

Markus Milke, Diözesanvorstand (Text und Bild)

Ostern 2022

[…] Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das was geschehen war.“ Lk 24, 12 So erging es Petrus, als er sich selbst ein Bild des leeren Grabes verschaffen wollte. Was ging wohl in seinem Kopf vor? Konnte er wirklich verstehen und glauben was geschehen ist? Hatte er Zweifel? An sich? An der Auferstehung? Auch heute ist es für uns eine große Verwunderung was Geschehen ist. Ein Wunder, das unser Leben neu ausgerichtet hat, und auch wir haben Zweifel und Fragen. Wenn wir den Tod eines Menschen zu beklagen haben, dann stehen auch wir fragend am Grab, sind verzweifelt und vielleicht ungläubig.

Wie wir wissen, hat Petrus seine Zweifel ausgeräumt und geglaubt, seine Verwunderung wurde umgewandelt in die Freude der Auferstehung.

So dürfen auch wir voller Freude die Auferstehung feiern. Wir dürfen unsere Zweifel begraben, auch wenn es schwerfällt, so gibt uns Gott auch zu Ostern seine Zusage „Fürchte dich nicht“.

Triumph! Der Tod ist über­wun­den, zum Leben der Unsterb­lich­keit ist selbst durchs Grab der Weg gefun­den. Beken­ner Jesu, singt erfreut: Alle­luja! Alle­luja!“ Text: Oppeln 1827

Die Diözesanleitung der Kolpingjugend Berlin wünscht Dir, deinen Lieben und allen Leserinnen und Lesern dieses Impulses eine segensreiche Osterzeit. Wir wünschen uns allen den österlichen Frieden für die Ukraine und alle Kriegsgebiete. Wir wünschen euch Zuversicht, Hoffnung und Glauben.

Bleibt behütet!

Text: Daniel Buchholz, Geistlicher Leiter

Bild: Christiane Raabe in Pfarrbriefservice.de

Karfreitag 2022

„Es ist vollbracht“

Jesus schrie diesen Satz aus, als sein Leben am Kreuz beendet war.

Er wurde begraben, es kehrte Ruhe und Stille ein.

Wie oft sagen wir „es ist vollbracht“, es ist etwas tatkräftig geschafft worden?

Was ist Ruhe?

Ein Blick in den Duden sagt: Ruhe ist die Stille; durch keine Geräusche o. ä. gestörter Zustand.

Oder ein bekannter Satz: In der Ruhe liegt die Kraft.

In der Ruhe liegt viel, Reflexion, Besinnung, Suchen und Finden, eine Begegnung mit Gott*

Wie oft kehren wir zur Ruhe, wie geht das?

Das geht am heutigen Tag insbesondere, das geht in der Natur, in einer Kirche, am Lieblingsplatz zuhause, beim Schlafen, vielleicht auch beim nächsten Warten auf die Bahn…

Der Tod ist nicht das Ende, das glauben wir.

Meine persönliche Ruhe finde ich, bei meinen Großeltern auf dem Friedhof, sie liegen begraben auf einer grünen Wiese, mit Blick auf eine Birke.

Hast du deinen Ruheplatz schon gefunden?

„Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben“ Mt. 11, 28


Text: Sophie Dziaszyk, Diözesanleiterin

Bild: Pfarrbriefservice.de

Gründonnerstag 2022

1 Der Geist GOTTES, des Herrn, ruht auf mir./ Denn der HERR hat mich gesalbt; er hat mich gesandt, um den Armen frohe Botschaft zu bringen, / um die zu heilen, die gebrochenen Herzens sind, um den Gefangenen Freilassung auszurufen / und den Gefesselten Befreiung, […] um alle Trauernden zu trösten, 3 den Trauernden Zions Schmuck zu geben / anstelle von Asche, Freudenöl statt Trauer […]“ Jes 61

Diese Worte der Lesung werden am Gründonnerstag in der traditionellen Chrisam-Messe zu hören sein. In der Messe, in denen der Bischof die Öle für die Salbungen im Bistum segnet. Mich hat diese Lesung, bei der Vorbereitung des Impulses für den Hohen Donnerstag, besonders angesprochen. Diese hoffnungsvolle Zusage von der frohen Botschaft, die heilt, befreit, tröstet und Freude schenkt. Dies wird uns geschenkt da auch wir gesalbt sind und wir können es durch unser Handeln weiter schenken. Schön, dass die heute gesegneten Öle noch mehr Menschen salben und an dieser Zusage teilhaben lassen können. Seien wir ein Hoffnungszeichen in dieser Zeit.

Text: Daniel Buchholz, Geistlicher Leiter

Bild: Peter Weidemann in Pfarrbriefservice.de

Palmsonntag 2022

Am heutigen Sonntag beginnt die Heilige Woche. Der lange Weg von 40 Tagen geht zu Ende. Die Tage der Fastenzeit sind für uns da, um in sich zugehen. Das Alltagsgeschehen ein bisschen beiseite zu schieben und seinen Glauben weiter zu stärken. Diese Fastenzeit war eine sehr graue und triste Zeit. Eine Zeit des wiederkehrenden Krieges. Ein Krieg der so viel Leiden mit sich bringt. Die Frage des Warums, stellen wir uns täglich. Tausende Menschen sind auf der Flucht vor den schrecklichen Waffen, auch uns lässt es nicht kalt. Jeder der kann unterstützt mit Spenden, sei es Kleidung, Nahrung, Geld oder vielleicht eine warme Wohnung.


An Palmsonntag ist Jesus in die Stadt Jerusalem eingezogen. Dichtgedrängt standen Menschen an der Straße um ihn willkommen zu heißen. Sie legten Palmenzweige und Kleidungsstücke auf den Boden. Mein Gefühlt ist gerade nicht, dass die Menschen an der Straße stehen, sondern es ist Jesus, der die Menschen aus tiefsten Herzen aus den Kriegsgebieten mit offen Armen aufnimmt. Wir alle die helfen und beten für ein schnelles Ende des Krieges, tragen den Glauben im Herzen, auch die ihn noch nicht sehen. Lasst uns in dieser Heiligen Woche an neuer Stärke gewinnen.


Text: Sebastian Rybot, Diözesanleiter der Kolpingjugend

Bild: Yohanes Vianey Lein in Pfarrbriefservice.de

Aschermittwoch 2022

„Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“. Diese Worte können bei der Spendung des Aschenkreuzes gesprochen werden, oder auch „kehre um und glaube an das Evangelium“.

Diese Fastenzeit wird wieder eine Besondere, wieder anders. Corona schränkt uns weiter ein, aber vielmehr sind wir vom Krieg in der Ukraine schockiert. Angst, Hilflosigkeit, Ungewissheit, Trauer und was uns noch beschäftigt in dieser ernsten Lage. Da wird für uns deutlich, dass wir zum Staub zurückkehren, dass es so schnell vorbei gehen kann, das Hab und Gut auf einmal Staub ist, dass Vieles zu Staub wird. Einen Krieg in Europa hielt viele nicht für möglich. Jetzt müssen wir erkennen in was für einer Komfortzone wir leben, was wir wie selbstverständlich haben, ohne es zu schätzen: Frieden, Freiheit, Auskommen. In dieser Fastenzeit sollten wir uns bewusst machen, für wie selbstverständlich wir Vieles halten, was es aber nicht ist. Haben wir Mitgefühl für die Menschen, die unsere Hilfe und Zuwendung benötigen. Helfen wir mit unseren Mitteln wie es geht, in der Ukraine aber auch im Alltäglichen. Nicht alles ist selbstverständlich.

Und dann: „ kehre um und glaube an das Evangelium“. Wenn das die Menschen tun würde, dann hätten wir Nächstenliebe statt Krieg.

Bitten wir Gott für die Umkehr der Menschen und für den Frieden.

Beten wir für den Frieden.

Eine gesegnete Fastenzeit

Text: Daniel Buchholz, Geistlicher Leiter Kolpingjugend Berlin

Bild: Amplitudy über Pixabay in Pfarrbriefservice

24. Dezember 2021

Alle Lichter brennen, der Weg liegt hinter uns. Das Ziel ist erreicht, jedoch nur ein Zwischenziel würde ich sagen. Denn in der Weihnachtbotschaft heißt es: Gott wird Mensch in Jesus. Die Geburt ist der Beginn einer Reise auf der Jesus viele Menschen kennenlernt. Mal trifft er Menschen, die ihm Nachfolgen und andere, die ihn nicht verstehen. So gibt es auch in unser Zeit Menschen, die uns missverstehen. Nehmen wir uns die Zeit, auch ihnen eine Stütze und ein offenes Ohr zu bieten.

Text und Bild: Sebastian Rybot, DL

Wir wünschen Dir und Deinen Lieben ein gesegnetes Weihnachtsfest. In der Hoffnung, dass das Licht von Weihnachten auch Dein Leben immer wieder erhellt. Möge der menschgewordene Gott dich und alle deine Lieben segnen und behüten.

23. Dezember 2021

Advent, Hektik, Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsfeiern, hier und da noch was besorgen.

Besinnen wir uns auf den Duft von gebrannten Mandeln, vom Licht und auch der Dunkelheit. Jesus kommt Weihnachten, aber auch nach den dunklen Kartagen. Er kommt zweimal für uns und bringt uns das Licht.

Text: Sophie Dziaszyk, DL

Bild: Christiane Rabe in Pfarrbriefservice