Historische Funde in Ravensbrück

Vom 15. – 17. September habe ich im Workcamp in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück teilgenommen. Bei der Ankunft aßen wir alle erstmals gemeinsam. Daraufhin bezogen wir unsere Zimmer in der Jugendherberge. Spät am Abend besuchten wir dann einen Vortrag von Salvatore Trapani, der uns das Wochenende pädagogisch begleitete. Doch bevor dieser losging, stellte sich jeder der Teilnehmenden in der Runde vor. Der Vortrag handelte über Kunst und Widerstand. Dieser war äußerst interessant, da man tiefe Einblicke in die Kunst derer Künstler bekam, welche in Zeiten des Nationalsozialismus radikal verfolgt wurden. Ich fand diesen Vortrag nicht nur interessant, weil ich mich für Kunst interessiere, sondern auch daher, dass Salvatore die Geschichte der Partisanen ausführlich aufzeigte. Nach diesem wirklich interessanten Vortrag versammelten wir uns im Gemeinschaftsraum und ließen den Abend ausklingen.

 

Der nächste Tag begann für mich und fünf weiteren Helfern mit einer Führung von Salvatore übers Gelände. Hier erfuhren wir viel über die Geschichte des ehemaligen KZ, welche von Salvatore ausführlich erzählt wurde. Darauf- hin teilte sich die Gruppe: Einige gingen zum Archiv, wo schon einige, welche nicht an der Führung teilnahmen, gewissenhaft arbeiteten. Zwei andere und ich gingen zur Ausgrabungsstätte. Hier war das Ziel den Asphalt von der Erdschicht mit Gras und Wurzeln zu befreien. Wir hatten die Hoffnung dadurch den Grundriss einer Baracke besser entdecken zu können. Vermutlich waren dort Frauen und Kinder aus Polen inhaftiert. Bis zur Mittagspause entwurzelten wir als Gruppe viele Sträucher. Es war eine sehr anstrengende Arbeit, welche nicht von riesigem Vorankommen geprägt war. Kleine Hügel mit Steinen und große Wurzeln bereiteten gleich mehreren eine zeitraubende Aufgabe. Doch durch das Speisen zu Mittag tankten wir Kraft und erhielten neue Energie. Bis zum Ende des Tages hatten wir einiges frei gelegt und konnten das Abendessen, eine Grillmahlzeit, genießen. Der Tag klang wieder mit gemeinschaftlichem Zusammensein aus. Vorher gab es aber einen gemeinsamen Gottesdienst mit unserem Diözesanpräses in der Schneiderei des ehemaligen Konzentrationslagers.

Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem Morgengebet wieder in zwei Gruppen an die Arbeit: die Hälfte zum Archiv und die anderen zur Außenarbeit. Letztere nahm uns wieder sehr viel Kraft. Es schien so, als wären dort nur noch Wurzeln, die wir zu befreien versuchten. Doch dann kam von Sebastian und Izabela eine interessante Neuigkeit: Es wurden Ziegelsteine ausgegraben. Diese sahen ziemlich alt und original aus. Gemeinsam befreiten wir immer mehr Erde vom Boden und sahen immer mehr Ziegel. Unsere Vermutung ist, dass es der echte Barackenboden ist. Deshalb gruben wir in immer größeren Abständen tiefe Löcher, um zu sehen, wie weit dieser Ziegelboden vorhanden war. Wie wir herausfanden, erstreckte er sich über eine große Fläche. In einem Loch fanden wir auch Asche. Diese wollte Salvatore demnächst untersuchen lassen. So können wir wissen, ob sie vom Tier oder vom Menschen ist. Der Fund könnte für diese historische Städte Ravensbrück von großer Bedeutung sein. Das wäre bisher der einzige erhaltene Barackenboden in Ravensbrück und könnte die Ausmaße einer Baracke in ferner Zukunft komplett darstellen. Insgesamt war es toll als Helfer in Ravensbrück mitzuwirken. Es brachte viel neues Wissen für mich und es brachte neues Wissen für die Denkstätte. Im Archiv wurden viele Schriften digitalisiert und das trägt auch extrem viel zum Motto „Gegen das Vergessen“ bei.

Ich möchte mich hiermit für diese interessante Erfahrung bedanken und bin überzeugt, dass ich nächstes Mal wieder komme.

Julius Jurasch

KF Berlin-Zentral

Wir wurden mit dem Band für Mut und Verständigung ausgezeichnet

Am 20.10. hat die Kolpingjugend im roten Rathaus das Band für Mut und Verständigung vom regierenden Bürgermeister Kai Wegner für ihr Engagement in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück erhalten. Gerade in der aktuellen Zeit sind wir stolz darauf Gegen das Vergessen generationsübergreifend zu arbeiten und immer wieder neu junge Menschen zu motivieren gegen Hass, Rassismus und Antidiskreminierung aufzustehen.

Text: Sophie Dziaszyk

Bundeskonferenz in Ravensbrück und Berlin

Adolph Kolping sagt: „Es ist keine Zeit zu feiern, zuzuschauen, gewähren zu lassen, bloß zu jammern und zu klagen, sondern es ist Zeit zu handeln, Zeit zu wirken, und zwar für jeden ohne Unterschied, wie es ihm nach Maßgabe seiner Kräfte und Mittel nur möglich ist.“

Ich finde dieses Zitat von unserem Verbandsgründer Adolph Kolping passt sehr gut zu der momentanen Zeit und der Frühjahrs-Bundeskonferenz der Kolpingjugend Deutschland, die bei uns in Berlin stattgefunden hat.

Unser Ziel war es, als wir die Einladung ausgesprochen haben, an unseren Handlungsort in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück einzuladen, leider kamen unterschiedlichen Sorgen auf und durch Entscheidung der Bundesleitung der Kolpingjugend war dieses Vorhaben so nicht möglich.

Trotz dessen haben wir probiert nach unseren Mitteln und geringen Kräften uns probiert einzubringen, dass Vergessen nicht zu vergessen und Kompromisse geschlossen.

Im Rahmen einer „Vortour“ sind bereits am Donnerstag 44 Delegierte aus ganz Deutschland angereist und somit über die Hälfte der Teilnehmenden der diesjährigen BuKo um am Freitag die Mahn- und Gedenkstätte zu besuchen.

Vor Ort haben wir in zwei Führungen mit dem pädagogischen Begleitpersonal die Gedenkstätte besichtigt und unser Wirken vor Ort vorgestellt.

An diesem Freitag im März hat auch auf uns die Gedenkstätte ganz anders gewirkt, es lag Schnee und war sehr kalt.

Am Ende des Tages gab es noch eine Gedenkandacht am Schwedtsee mit Blick auf die Tragende, fast wollte man jammern, die Füße waren eingefroren und die Kälte ist in die Knochen gezogen, doch in an bedacht, was die Frauen, an diesem Ort in der Zeit von 1939-1945 im Winter wohl stundenlang auf dem Appellplatz zugebracht haben, ohne wärmende Kleidung, mit hungernden Bäuchen und großer Überlebensangst, war dieses jammern an dem Tag eindeutig nicht angebracht.

Freitagabend startete, dann der Konferenzteil im Jugendgästehaus der Berliner Stadtmission am Hauptbahnhof. Das neue Klimamobil wurde vorgestellt, welche seine Jungfernfahrt von Köln nach Berlin genossen hat. In den nächsten Monaten soll es bestückt werden, Honorarkräfte ausgebildet werden und auf Reisen in die Diözesanverbände gehen.

Im Rahmen der Bundeskonferenz wählten wir am Samstag einen neuen Bundesjugendsekretär Peter Kube.

Peter hat die Wahl mit überragender Mehrzahl gewonnen und ist auch nicht ein ganz Unbekannter, da er bereits 6 Jahre Bundesleiter der Kolpingjugend Deutschland war.

Die Gäste haben im Rahmen des Studienteils am Samstagnachmittag verschiedene Angebote gehabt, um Berlin zu erkunden, sei es der Reichstag, eine lobbykritische Stadtführung oder ein Workshop zur Gleichstellung von Frauen.

Am Abend trafen sich alle Teilnehmende wieder, wir haben in die Kirche Maria Regina Martyrium, der Gedenkkirche für die Blutzeugen des Nationalsozialismus, eingeladen zu einem feierlichen Gottesdienst mit Mrsg.Günter und der Band eXodus.

Am Sonntag gab es nur noch Anträge, eine Positionierung zum Krieg in der Ukraine und es soll eine neue Fahrtkostenregelung geben, welche sich solidarisch gerade die kleinen Diözesanverbände unterstützen soll.

Die drei Tage gingen, wie im Flug um, die Nächte waren wie immer etwas kürzer und so waren wir Berliner froh, am Sonntag zügig zuhause gewesen zu sein und einen kleines Mittagsschläfchen zu halten.

Text: Sophie Dziaszyk

Eine schwierige Entscheidung

In unserer Jugendgruppe stehen die älteren Jugendlichen bereits vor der Berufswahl. Eine wirklich schwierige Entscheidung. Es gibt ja unzählig viele Berufe und auch viele Chancen, da es derzeit fast überall an Personal fehlt. Aber welcher Beruf ist der richtige?

Wir wollten daher eine Hilfestellung geben und hatten hierzu im Februar zu einem Abend der Berufsorientierung eingeladen. An diesem Abend wurden zehn Berufe aus den verschiedensten Fachgebieten vorgestellt. Die Referenten informierten über die Ausbildung und die Berufspraxis und erklärten den Alltag im Berufsleben. Auch wurden Vor- und Nachteile zum Beispiel bei Schicht- und Nachtarbeit angesprochen und wie gefährlich beispielsweise der Beruf bei der Feuerwehr ist. Themen waren auch die Risiken im Beruf und soziale Absicherungen. Aufkommende Fragen konnten fachkundig beantwortet werden. Es wurde ein interessanter und kurzweiliger Abend und für jeden Teilnehmer gab es interessante Aspekte zum jeweils vorgestellten Berufs.

Bei planet-berufe.de -Meine Zukunft, meine Ausbildung- wird eine Vielzahl von Berufen vorgestellt. Klickt da einfach mal rein, wenn Ihr auch vor der Berufswahl steht.

Für das Kolpingwerk ist die Arbeitswelt ein wichtiges Handlungsfeld. Die Kolping-Bildungsunternehmen unterstützen deutschlandweit die Aus- und Fortbildung Jugendlicher und Erwachsener. Die Kurse und Lehrgänge werden jährlich von über 150.000 Teilnehmern wahrgenommen.

Jürgen Rösler
KF Berlin-Spandau

Frühjahrsworkcamp

Vom 14. bis 16. April fand das Frühjahrs-Workcamp vom 14. bis 16. April 2023 statt, worauf wir uns im Vorfeld sehr gefreut haben. Nicht nur, dass man alle wiedersieht, sondern diesmal insbesondere auf den inhaltlichen Einstieg durch Salvatore. Seit einigen Jahren unterstützt er uns an den Wochenenden mit dem inhaltlichen Einstieg und den Führungen durch das Gelände. So hat er uns auch dieses Mal wieder am Freitag in das Wochenende geleitet. Diesmal hat er sein Buch vorgestellt, welches in Italien mit einem Preis ausgezeichnet wurde.

Das Buch zeigt, dass auch in der NS-Zeit Kunst entstanden ist, die in der damaligen Zeit nicht der Öffentlichkeit preisgegeben werden durfte. Er erstellte eine Sammlung mit Bildern von Künstlern, die damit ihre Erlebnisse und Wahrnehmungen im Konzentrationslager verarbeiteten. Leider haben am Freitagabend knappe 90 Minuten nicht ausgereicht, dieses Thema wirklich zu beleuchten. Wir werden dieses Thema aber für die Planung im September weiter im Auge behalten.

Am Samstag hatten wir mit dem Wetter im Gelände sehr viel Glück, es war bedeckt aber es hat zum Glück nicht geregnet.

Ein Augenmerk lag auf der vierten Lagerstraße, deren Begrünung rechts und links zurückgeschnitten werden sollte. Eine andere Baustelle lag im Siemenslager in unmittelbarer Nähe der „Schweineställe“. Dort, an der ehemaligen Lagermauer, haben die Teilnehmer das Gebiet von kleinen Sträuchern und Altholz befreit. Diese Arbeiten haben uns das ganz Wochenende beschäftigt.

Im Archiv wurde wieder mit Hilfe von Laptops alte Dokumente gesichtet und nach Namen in Verbindung zu Ravensbrück gesucht. Teilweise waren diese Dokumente in Steno verfasst und konnten somit nur von langjährigen Teilnehmern und Teilnehmerinnen gelesen werden. Alle Arbeitsorte hatten einen wichtigen Hintergrund, da in diesem Jahr vom 28.04.-30.04.2023 der jährliche „Tag der Befreiung“ gefeiert werden sollte.

Etwas Besonderes an diesem Wochenende war die von Daniel Buchholz gestaltete Wortgottesfeier im „Zellenbau“, der sehr lange Zeit durch Bauarbeiten geschlossen war.

Ein Dank geht an alle Teilnehmer und Unterstützer der Workcamps, die diese Veranstaltungen zu dem machen, was sie sind.

Text: Sebastian Rybot
Bilder: Sascha Rösler

Ostern 2023

„Ich bin doch keine Maschine,

ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut

und ich will leben, bis zum letzten Atemzug

Ich bin ein Mensch mit all meinen Fehlern

Meiner Wut und der Euphorie

Bin keine Maschine

Ich leb´ von Luft und Fantasie“


 

Diese Zeilen von Tim Bendzko inspirierten mich irgendwie für den diesjährigen Osterimpuls, denn Jesus war ein Mensch aus Fleisch und Blut, dass macht sich immer wieder deutlich in der Passionsgeschichte und bei den letzten Abendmahlen „Nehmt und esst, das ist mein Leib“ und Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“

Aber nicht nur bei der Kreuzigung am Karfreitag wurde Blut vergossen und ein Mensch hingerichtet, sondern auch noch Jahrtausende danach.

In der Fastenzeit gedachten wir vielleicht öfters, den Menschen, die vergessen wurden.

Die Menschen welche im Nationalsozialismus ihr Leben lassen mussten, aber auch den Menschen, die heute in der Ukraine sterben und auch bei uns in Deutschland, die Menschen die alleine ihren letzten Atemzug aus Pflegemangel und Einsamkeit machen mussten.

Leben ist aber viel mehr, als ein Herzschlag, eine Atemfrequenz, essen und trinken,

das Leben muss Freude machen, einen zufrieden stellen, denn auch wir jammern häufig und das wohl doch ohne Grund, weil wir uns doch in unserer Wohlstandsgesellschaft trotz Inflationen unsere Grundbedürfnisse erfüllen können.

Aber ich denke uns fehlt die Fantasie, von Luft und Liebe, wissen wir alle ,können wir nicht leben, aber vielleicht vom mutig sein, neue Schritte wagen, Fehler machen und dazu stehen, auch Jesus machte Fehler, seine Umgebung schaute nicht schlecht, wenn er am Sabbat heilte oder mit dem Zöllner und Sünder zusammen gegessen hat.

Auch an Ostern kommt das „Fürchtet euch nicht“

Nehmen wir, dass diesjährige Osterfest, das Fest unseres Glaubens, das hellwerden in der Osternacht, als neuen Anschwung, auch wenn wir manchmal denken, unsere Kräfte reichen nicht mehr aus, weil ich bin ja keine Maschine und muss auch Gott Sei Dank nicht an einer arbeiten, wie es vielleicht zu Zeiten unserer Verbandsgründung war.

Wir sehen, Jesus den Auferstandenen, der auch zu den Nichtsehenden und Nicht-Gläubigen sagte „Seid gegrüßt“ (Mt. 28, 1-10)

Ich wünsche euch lieben Kolpings Geschwistern, im Namen der Diözesanleitung ein gesegnetes Osterfest, möge der Auferstandene auch in unseren Verband einleuchten und altes auferstehen lassen und neues beginnen.

Text: Sophie Dziaszyk
Bild: Julschae in Pixabay in Pfarrbriefservice

Gründonnerstag 2023

Was macht mich als Christ aus? Was unterscheidet mich von Menschen, die Gott nicht kennen, mit der Kirche nichts „am Hut“ haben wollen oder bewusst die Frage nach der Existenz eines liebenden Gottes für sich selbst negativ beantwortet haben? Menschen, die aber trotzdem von sich ehrlich behaupten, ein erfüllendes Leben zu führen? An keinem anderen Tag im Jahr ist die Antwort auf diese Frage so sehr in der Liturgie der Kirche zu finden, wie am Gründonnerstag. In vielen Gemeinden werden an diesem Tag vom Priester ausgewählten Kindern, Frauen und Männern die Füße gewaschen, als Zeichen der dienenden Kirche, so wie Jesus es uns vorgelebt hat. In der Eucharistiefeier wird, so wie in keinem anderen Gottesdienst, das Geschehen beim letzten Abendmahl präsent. Und am Abend sind wir eingeladen, wach zu bleiben, zu beten, so wie Jesus es in der Nacht seiner Verhaftung mit seinen Jüngern getan hat – auch wenn diese mehrmals dabei eingeschlafen sind.

Dieser Dreiklang – das Dienen, das Teilen und das Wachbleiben – macht den Gründonnerstag für mich persönlich zu einem ganz wichtigen Tag im Jahr. Denn er symbolisiert das, was mich als Christ ausmachen soll: meiner Umwelt dienen, gemeinsam das Brot brechen und nicht müde werden, aufmerksam zu bleiben – für Gott, für die anderen, für mich.

Markus Milke



Palmsonntag 2023

Als Berufspendler ist man täglich mit Bus und Bahn unterwegs und man sieht mit der Zeit, wie sich so eine Weltstadt wie Berlin sich weiterentwickelt. Auf beiden Seiten der Bahnfenster kann man immer wieder neue Kräne und Baustellen beobachten. So sind es nicht nur die Häuser oder Gebäude, die gefühlt von jetzt auf gleich in den Himmel ragen, sondern auch die Menschen, die die Welt zu einer anderen machen. Morgens um 7:00 Uhr trifft man oft nur die gleichen Leute, die auf dem Weg sind. Das sieht am Nachmittag schon anders aus. Die Stadt platzt an manchen Stellen nicht nur gefühlt auseinander, sondern vermittelt gleichzeitig die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit. Leute, die über die Straße rennen, die an einem vorbei gehen und keine Rücksicht auf andere nehmen. Das Menschliche geht in meinen Augen sehr stark zurück und ist in allen Altersgruppen wieder ausbaufähig.

Was haben die Leute auf den Straßen von Jerusalem gemacht, als Jesus ankam? Sie haben sich miteinander die Zeit für den Glauben an eine gemeinsame Welt genommen, ohne sich dabei gegenseitig auszugrenzen, sondern einladend jeden auf diese Reise mitzunehmen.

So ermutige ich uns, die bevorstehende Karwoche im Glauben miteinander zu begehen und die Augen füreinander offen zu halten.

Kolpingjugend DV Berlin

Sebastian Rybot

Kreuzweg auf dem Pfad der Erinnerungen

Auf dem Pfad der Erinnerung fand erstmalig ein Kreuzweg der Kolpingjugend statt. Von der evangelischen Sühne Christi Kirche aus lief die Gruppe gemeinsam mit Pfr. Lutz Nehk zur Gedenkkirche Maria Regina Martyrum. Die Stationen waren an den Steelen des Pfades angelehnt. So wurden die biblischen Stellen mit der Erinnerung des Pfades und der aktuellen Situation verknüpft. An jeder Station wurde eine Segensband an das mitgetragene „GEGEN DAS VERGESSEN Kreuz“ geknüpft. Auf diesem wurde die jeweilige Station zusammengefasst. Auf diesen steht: „- Schenke uns Mut, und erleuchte die Mächtigen. – Herr, du kennst uns beim Namen. – Für den Frieden einstehen. – Maria, unsere Mutter. Auferstehung.“ Es war ein gelungener Kreuzweg konnte man im Anschluss hören. Der Pfad der Erinnerung war den meisten nicht bekannt und hat Neugierig auf mehr gemacht. Im nächsten Jahr wollen wir wieder einen Kreuzweg anbieten.

Bild und Text: Daniel Buchholz

Frühjahrsworkcamp in Ravensbrück

Über das erste Workcamp in Ravensbrück berichten dieses Mal zwei Teilnehmer*innen, die das erste Mal in Ravensbrück dabei waren. Es sind zwei spannende Berichte, die die jungen Leute zur Verfügung stellen. Es wurden während des Workcamps durch Getränkespenden und die Kollekte Spenden für die Ukraine gesammelt. Ein herzliches Dankeschön für 205 Euro, die für Hilfsgüter eingesetzt werden können!

Gegen das Vergessen

Auch in diesem Frühjahr fand unser generationsübergreifendes Workcamp, mit dem Ziel, unseren Beitrag zur Erhaltung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück zu leisten und somit stetig gegen das Vergessen zu arbeiten, statt. Nach der Ankunft am Freitagabend fanden sich alle Teilnehmenden zusammen und begannen ihren Aufenthalt mit einem thematischen Einstiegsfilm, wodurch unsere Gruppe gemeinsam eine Sensibilisierung erlebte und die persönlichen Gefühle bei weiteren Gesprächen, während des Abendessens und auch bei dem nachfolgenden Abendprogramm, austauschen konnten.

Am Samstagmorgen begann der erste Arbeitseinsatz. Für neue Helfende bot sich die Möglichkeit an einer Führung durch das ehemalige Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück teilzunehmen. Von Dezember 1938 bis April 1939 wurde in dem an der Havel gelegenen Dorf Ravensbrück ein spezielles Konzentrationslager, ein reines Frauenlager von den Häftlingen des KZs Sachsenhausen errichtet. Offiziell sollte das Lager als „Schutzhaftlager“ für weibliche Häftlinge dienen, die aus der Gesellschaft „entfernt“ werden sollten. In der Realität hieß dies nicht nur, dass die Insassinnen Zwangsarbeit in der benachbarten Siemensfabrik leisten mussten. Der Schwerpunkt lag darauf, jede Form von Widerstand im Keim zu ersticken. Die Insassinnen wurden entwürdigt. Schon bei der Ankunft wurden sie von den Aufseherinnen mit Hunden und Peitschen empfangen. Dieses sollte ein Vorspiel zu der Hölle sein, welche die Frauen erwartete. Zwischen den Jahren 1939 bis 1945 sind ca. 120.000 Frauen und Kinder registriert worden. Im April 1941 wurde ein Männerlager angegliedert, in welchem ca. 20 000 Männer registriert wurden. Die nach Ravensbrück Deportierten stammten aus über 30 Nationen. Viele von ihnen wurden im Wald erschossen, in der Gaskammer erstickt, zu Tode geprügelt, durch medizinische Experimente und Folter getötet oder dem Hungertod überlassen. Trotz der Gräueltaten, welche sich in dem Konzentrationslager Ravensbrück abspielten, ist die Historiografie lange Zeit achtlos über die Geschichte hinweggegangen.
Einerseits kann dies darauf zurückgeführt werden, dass die Lagerverwaltung die Gefangenenakten im lagereigenen Krematorium verbrannte; jedoch mag auch ein Faktor sein, dass ein Frauenlager, welches wiederum von Frauen als Aufseherinnen bewacht wurde, eine geringere Aufmerksamkeit während der Zeit des Nationalsozialismus und auch in der Aufarbeitung der Nachkriegszeit bis heute, erfuhr.
Solch ein Vergessen wollen wir durch unseren Beitrag zur Erhaltung der Mahn- und Gedenkstätte, welcher aus notwendigen Arbeiten auf dem Gelände und in dem Archiv besteht, verhindern. Denn neben einem respektvollen Gedenken an die Opfer steht das Erinnern auch für eine Sensibilisierung aktueller politischer Lagen und ist somit von essenzieller Bedeutung. Am Samstag folgten nach der Führung durch die Mahn und Gedenkstätte zwei Arbeitseinsätze jeweils im Archiv und auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers und der ehemaligen Siemensfabrik. Bei der Geländearbeit stand neben Aufräumarbeiten ein Aufbau einer Schutzhecke für Neupflanzungen von Bäumen im Vordergrund. Die Stecklinge wurden aus Bäumen gezogen, welche sich schon zu den Zeiten des Nationalsozialismus
auf dem Gelände befanden. Um diesen eingepflanzten Stecklingen Schutz gewähren zu können, bauten wir aus Baumstämmen einen Zaun, welchen wir mit Ästen und Stroh füllten, damit dieser gleichzeitig als Lebensraum für verschiedenste Tiere fungieren kann. Da unser Workcamp hauptsächlich aus Teamarbeit bestand und bestehen wird, teilten wir uns hierfür auf. Eine Gruppe sammelte Stroh, die andere trennte Baumstämme von ihren Ästen und brachte diese zu der Gruppe, welche letztendlich den Zaun baute. Am Sonntagmorgen schafften wir es, die Hecke gemeinsam vollständig zu befüllen und somit konnten wir in der dritten Einheit des Workcamps unser Projekt für das Frühjahrscamp beenden.
Um unser Gedenken zu vertiefen und auch die Kommunikation unter uns und mit Gott zu suchen, kamen wir alle am Samstagabend in der ehemaligen Schneiderei auf der Mahn- und Gedenkstätte für einen Gottesdienst zusammen. Auch hierbei wurde die Verbindung zwischen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und die Erinnerung an die Opfer der derzeitigen Kriege, welche sich auf der Welt abspielen, gesetzt. Wir hatten die Möglichkeit unsere Emotionen zu teilen, die Betroffenheit, Wut und Trauer über vergangene und derzeitige Geschehnisse offen darzulegen und Hoffnungen und
Wünsche für die Zukunft zu formulieren. Auch unser gemeinsames Grillen am Samstagabend war
von dem Teilen der emotionalen Eindrücke in der Gruppe geprägt.
Nach dem Frühstück und der Beendigung des Projekts der Schutzhecke am Sonntagmorgen kamen wir noch ein letztes Mal zusammen, um ein Resümee zu ziehen. Hoffentlich konnten wir mit der Errichtung eines Schutzzaunes für die Steglinge, welche von Bäumen kommen, die sich während der grausamen Zeit des Nationalsozialismus auf dem Gelände des Konzentrationslagers befanden, ein Zeichen setzen. Ein Zeichen des Gedenkens und des Schutzes, denn Schutz der Freiheit ist nie selbstverständlich und dies dürfen wir nicht vergessen.

Felicitas Heddergott (Text)
Fotos: Daniel Buchholz

Bericht Workcamp Ravensbrück 25.-27.3.2022

Die Kolpingjugend veranstaltete vom 25. bis 27. März 2022 ein generationsübergreifendes Workcamp in Ravensbrück. Seit 1995 engagiert sich die Kolpingjugend in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Das KZ Ravensbrück war zur Zeit des Nationalsozialismus das größte Frauen KZ im damaligen Deutschland. Durch die Arbeitseinsätze auf dem Gelände trägt die Kolping Jugend dazu bei, dass das KZ ein Ort des Erinnerns und Gedenkens an das damalige Leid der Frauen bleibt.


Die DJH Ravensbrück ist in unmittelbarer Nähe zu der Gedenkstätte und war damit unser idealer Ort, iwo wir außerhalb der Arbeitseinsätze auf dem Gelände, die Zeit verbringen konnten.
Der Samstag startete um 8 Uhr mit einem Frühstück in der Jugendherberge. Danach konnten die Teilnehmenden, die das erste Mal im KZ Ravensbrück waren, an einer Führung teilnehmen. Die Führung über das ehemalige Konzentrationslager war sehr gelungen. Neben den allgemeinen Fakten und Tatsachen wurde immer wieder von persönlichen Schicksalen berichtet, die auf dem KZ geschehen sind. Somit konnte man sich sehr gut in das damalige Leid der Frauen hineinversetzen.
Die Teilnehmenden der Kolpingjugend, welche schon öfter in Ravensbrück waren, nutzten den Vormittag auf dem Gelände und haben mit der Gartenarbeit angefangen. Nach dem Mittagessen gab es Freizeit, die man damit genutzt hat, draußen oder im Aufenthaltsraum mit den anderen Teilnehmenden des Workcamps zu sprechen oder gemeinsam Spiele zu spielen.
Nachmittags waren wir alle am Arbeiten. Die Älteren, welche sich nicht mehr so fit gefühlt haben, arbeiteten im Archiv, die anderen auf dem Gelände. Wir haben angefangen lose Rinde aufzusammeln sowie umgefallene Bäume und Äste kleinzuschneiden. Des Weiteren wurden Pfähle für unser Insektenhotel in den Boden geschlagen. Vor dem Abendessen gab es einen gemeinsamen Gottesdienst. Der Tag war sehr kräftezehrend. Somit freuten wir uns alle auf das Grillen zum Abendessen. Da es am
Samstag draußen sehr kalt war, ließen einige den Abend noch im Aufenthaltsraum ausklingen.
Sonntag war purer Sonnenschein, sodass wir nach dem Frühstück voller Vorfreude auf die Gartenarbeit waren. Wir vervollständigten unser Insektenhotel, welches gleichzeitig auch ein Windschutz für Setzlinge ist. Wir befüllten das Konstrukt mit Heu und den geschnittenen Ästen vom Vortag. Es war sehr schön, dass wir unser gebautes Projekt zu Ende bringen konnten. Nach dem verdienten Mittagessen gab es eine Reflexionsrunde, bevor alle abgereist sind.
Zusammenfassend war es ein sehr schönes Wochenende, an dem jeder etwas über das KZ Ravensbrück gelernt und mit der Arbeit etwas Gutes getan hat. Für mich persönlich war es das erste Mal, dass ich an dem Workcamp der Kolpingjugend in Ravensbrück teilgenommen habe.
Das Wochenende hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe wirklich viel über das KZ Ravensbrück gelernt. Außerdem herrschte eine sehr harmonische Stimmung innerhalb der Gruppe und ich wurde sehr gut aufgenommen. Gerne wieder!


Fabian Schuster (Text)
Bilder Daniel Buchholz

Würd_ick Aktion der Kolpingjugend St.Maximilian Kolbe

 

Die Würde des Menschen ist unantastbar, die Würde ist uns angeboren und ein Geschenk Gottes.

Im Rahmen des Projekt Würd_ick beschäftigte sich die Kolpingjugend St. Maximilian Kolbe mit unterschiedlichen Angeboten für Jung & Alt mit diesem Thema.

Der König des Bonner Holzhauer und Diakon Ralf Knoblauch war der Anlass für das Projekt, welches vom 14.06. bis 01.07.2022 bei uns in der Pfarrei zu Besuch war.

Es gab verschiedene Gesprächsabende mit Politik und Caritas, geistliche Angebote, wie ein Kindergottesdienst und eine Friedensandacht. Und dann ging es noch mitten in den Kiez!

Wir stellten uns selber in den Mittelpunkt, setzten uns die Krone auf, dachten darüber nach, wann unsere eigene Würde verletzt wurde oder wird, wann wir vielleicht Würde antasten.

Jesus mit der Dornenkrone stand dabei immer im Mittelpunkt.

Oft kam in den unterschiedlichen Gesprächen, das Thema Alter und Pflege auf und wir sprachen auch über die Situation in der Ukraine.

Der Friedenslauf, welcher im Rahmen der Aktion stattfand, war mein persönlicher Höhepunkt zwar nur mit 8 Startern konnten wir rund 500 Euro für die Ukraine sammeln, somit können Sachgüter die aktuell vor Ort gebraucht werden gekauft werden und direkt in die Ukraine gesendet werden.

Gerne organisiere ich bei Bedarf für die Kolpingjugend noch einmal ein Spendenlauf, wenn du dabei sein willst, melde dich gleich bei mir und wir gehen in eine neue Projektplanung.

Außerdem konnten wir zum Stammtisch der Kolpingjugend noch den König vorstellen.

Ich danke allen Unterstützern des Projekts, jene welche mich nicht im kalten Wasser stehen gelassen haben und mit angepackt haben.

Es war für unsere Gemeinde meiner Meinung nach ein einzigartiges Projekt, oft hörte ich nach langer Coronapause passiert endlich wieder was, ja auf was wird denn immer gewartet? Nicht lange schwätzen, machen, ist meine Offensive!

Und vor allem herzlichen Dank den Sponsoren und Läufern beim Spendenlauf, denn die Menschen in der Ukraine dürfen wir nicht vergessen, das Land mitten im Herzens Europa wird noch lange unsere Unterstützung brauchen.

Allen LeserInnen grüße ich würdig und bleiben Sie gesund

Sophie Dziaszyk,

Diözesanleiterin der Kolpingjugend DV Berlin

Ostern 2022

[…] Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das was geschehen war.“ Lk 24, 12 So erging es Petrus, als er sich selbst ein Bild des leeren Grabes verschaffen wollte. Was ging wohl in seinem Kopf vor? Konnte er wirklich verstehen und glauben was geschehen ist? Hatte er Zweifel? An sich? An der Auferstehung? Auch heute ist es für uns eine große Verwunderung was Geschehen ist. Ein Wunder, das unser Leben neu ausgerichtet hat, und auch wir haben Zweifel und Fragen. Wenn wir den Tod eines Menschen zu beklagen haben, dann stehen auch wir fragend am Grab, sind verzweifelt und vielleicht ungläubig.

Wie wir wissen, hat Petrus seine Zweifel ausgeräumt und geglaubt, seine Verwunderung wurde umgewandelt in die Freude der Auferstehung.

So dürfen auch wir voller Freude die Auferstehung feiern. Wir dürfen unsere Zweifel begraben, auch wenn es schwerfällt, so gibt uns Gott auch zu Ostern seine Zusage „Fürchte dich nicht“.

Triumph! Der Tod ist über­wun­den, zum Leben der Unsterb­lich­keit ist selbst durchs Grab der Weg gefun­den. Beken­ner Jesu, singt erfreut: Alle­luja! Alle­luja!“ Text: Oppeln 1827

Die Diözesanleitung der Kolpingjugend Berlin wünscht Dir, deinen Lieben und allen Leserinnen und Lesern dieses Impulses eine segensreiche Osterzeit. Wir wünschen uns allen den österlichen Frieden für die Ukraine und alle Kriegsgebiete. Wir wünschen euch Zuversicht, Hoffnung und Glauben.

Bleibt behütet!

Text: Daniel Buchholz, Geistlicher Leiter

Bild: Christiane Raabe in Pfarrbriefservice.de

Karfreitag 2022

„Es ist vollbracht“

Jesus schrie diesen Satz aus, als sein Leben am Kreuz beendet war.

Er wurde begraben, es kehrte Ruhe und Stille ein.

Wie oft sagen wir „es ist vollbracht“, es ist etwas tatkräftig geschafft worden?

Was ist Ruhe?

Ein Blick in den Duden sagt: Ruhe ist die Stille; durch keine Geräusche o. ä. gestörter Zustand.

Oder ein bekannter Satz: In der Ruhe liegt die Kraft.

In der Ruhe liegt viel, Reflexion, Besinnung, Suchen und Finden, eine Begegnung mit Gott*

Wie oft kehren wir zur Ruhe, wie geht das?

Das geht am heutigen Tag insbesondere, das geht in der Natur, in einer Kirche, am Lieblingsplatz zuhause, beim Schlafen, vielleicht auch beim nächsten Warten auf die Bahn…

Der Tod ist nicht das Ende, das glauben wir.

Meine persönliche Ruhe finde ich, bei meinen Großeltern auf dem Friedhof, sie liegen begraben auf einer grünen Wiese, mit Blick auf eine Birke.

Hast du deinen Ruheplatz schon gefunden?

„Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben“ Mt. 11, 28


Text: Sophie Dziaszyk, Diözesanleiterin

Bild: Pfarrbriefservice.de

Die nächsten Hilfsgüter sind in der Ukraine angekommen!

Ein nächster Transport voller Hilfsgüter aus der Kita ist bereits in der Ukraine angekommen
Mit Spenden konnten Infusionen und Zubehör gekauft werden.
205 € wurden an Spenden während des Ravensbrück Workcamps gespendet. Hier die dafür eingekauften Lebensmittel.
Beten wir das bald der Frieden blüht. Wir bitten weiterhin um eure Unterstützung und Spenden. Herzlichen Dank allen Spender*innen! Gott vergelts.

Text: Daniel Buchholz

Gründonnerstag 2022

1 Der Geist GOTTES, des Herrn, ruht auf mir./ Denn der HERR hat mich gesalbt; er hat mich gesandt, um den Armen frohe Botschaft zu bringen, / um die zu heilen, die gebrochenen Herzens sind, um den Gefangenen Freilassung auszurufen / und den Gefesselten Befreiung, […] um alle Trauernden zu trösten, 3 den Trauernden Zions Schmuck zu geben / anstelle von Asche, Freudenöl statt Trauer […]“ Jes 61

Diese Worte der Lesung werden am Gründonnerstag in der traditionellen Chrisam-Messe zu hören sein. In der Messe, in denen der Bischof die Öle für die Salbungen im Bistum segnet. Mich hat diese Lesung, bei der Vorbereitung des Impulses für den Hohen Donnerstag, besonders angesprochen. Diese hoffnungsvolle Zusage von der frohen Botschaft, die heilt, befreit, tröstet und Freude schenkt. Dies wird uns geschenkt da auch wir gesalbt sind und wir können es durch unser Handeln weiter schenken. Schön, dass die heute gesegneten Öle noch mehr Menschen salben und an dieser Zusage teilhaben lassen können. Seien wir ein Hoffnungszeichen in dieser Zeit.

Text: Daniel Buchholz, Geistlicher Leiter

Bild: Peter Weidemann in Pfarrbriefservice.de

Palmsonntag 2022

Am heutigen Sonntag beginnt die Heilige Woche. Der lange Weg von 40 Tagen geht zu Ende. Die Tage der Fastenzeit sind für uns da, um in sich zugehen. Das Alltagsgeschehen ein bisschen beiseite zu schieben und seinen Glauben weiter zu stärken. Diese Fastenzeit war eine sehr graue und triste Zeit. Eine Zeit des wiederkehrenden Krieges. Ein Krieg der so viel Leiden mit sich bringt. Die Frage des Warums, stellen wir uns täglich. Tausende Menschen sind auf der Flucht vor den schrecklichen Waffen, auch uns lässt es nicht kalt. Jeder der kann unterstützt mit Spenden, sei es Kleidung, Nahrung, Geld oder vielleicht eine warme Wohnung.


An Palmsonntag ist Jesus in die Stadt Jerusalem eingezogen. Dichtgedrängt standen Menschen an der Straße um ihn willkommen zu heißen. Sie legten Palmenzweige und Kleidungsstücke auf den Boden. Mein Gefühlt ist gerade nicht, dass die Menschen an der Straße stehen, sondern es ist Jesus, der die Menschen aus tiefsten Herzen aus den Kriegsgebieten mit offen Armen aufnimmt. Wir alle die helfen und beten für ein schnelles Ende des Krieges, tragen den Glauben im Herzen, auch die ihn noch nicht sehen. Lasst uns in dieser Heiligen Woche an neuer Stärke gewinnen.


Text: Sebastian Rybot, Diözesanleiter der Kolpingjugend

Bild: Yohanes Vianey Lein in Pfarrbriefservice.de

Spenden sind in der Ukraine angekommen.

Am Montag hat der nächste Hilfstransport (3,5t LKW) die Ukraine erreicht. Am Dienstag sind die Spenden vom Übergabepunkt Dolhobyczow weiter in die Nähe von Liviv gebracht worden und dort unter andern an ein Waisenhaus.
Die Hilfe kommt an! Herzlichen Dank allen die gespendeten haben!
Bitte sammelt weiter Spenden.

Zwischenlagerung der Spenden in Dolhobyczow.
Übergabe im Waisenhaus in der Nähe von Liviv.
Die Spenden sind gut angekommen.

Neue Kolpingjugendgruppe in St. Maximilian Kolbe

In zwei Jahren Pandemie hatte auch die KF St. Maximilian Kolbe zu kämpfen ihr Programm aufrecht zu erhalten, jetzt haben sie sich durch die Aufnahme 5 neuer Mitglieder deutlich verjüngt. Mutig wollten sie eine neue Jugendgruppe gründen und auch der Jugendarbeit in ihrer Gemeinde wieder neuen Aufschwung geben.

Am 12.03.2022 durften wir einen Gottesdienst mit wunderschöner Musik und Ansprachen feiern und haben ein eigenes Jugendbanner bekommen.

Vielen Dank für die Teilnahme der Diözesanleitung, der Nachbarjugendgruppe aus Spandau und an alle aus unserer Kolpingsfamilie die uns willkommen heißen und dabei unterstützen.

Lassen wir uns von unserem seligen Verbandsgründer ermutigen und weiter sein Idee und Tat mindestens 100 Jahre weitertragen.

Text: Sophie Dziaszyk

    

Ein weiterer Transport geht in die Ukraine

Heute wurde ein weiterer Transport in der Kita beladenen der morgen auf die Reise geht. Sie fahren in die Ukraine bis nach Liwiw Richtung Front. Ich habe mich heute mit dem Männern die das ehrenamtlich machen ausgetauscht. Respekt, sie fahren in Schutzkleidung in die gefährliche Zone um die Spenden dort abzugeben. Sie lagern die Hilfsgüter in einer Kirche und Lagerhalle. Sie haben den direkten Kontakt und wissen was benötigt wird. Die Spenden kommen gut an, da wo es benötigt wird.
Gottes Segen für ihre Touren die 10 Stunden pro Strecke dauern, unentgeltlich.

Die Hilfsaktion für die Ukraine geht weiter

Der Pfarrsaal von St. Stephanus war gut gefüllt.

Durch die überragende Hilfsbereitschaft und die vielen Spenden konnten bisher 5 Transporte voller Hilfsgüter in die Ukraine gefahren werden.
Heute wurde ein weiterer Transporter in St. Stephanus und St. Joseph beladen. Die vielen Spenden der letzten Tage sollten schnellstmöglich auf die Reise gehen. Daher wurden diese heute an der Sammelstelle an der AVUS abgegeben. Vor Ort habe ich dann erfahren, wie es dort organisiert ist. Es sind ukrainische LKW Fahrer, die auf dem Rückweg in die Ukraine sind und ihre 40 Tonner mit Hilfsgüter beladen. Diese werden in der Mitte der Ukraine abgegeben und von dort mit Kleintransportern weiter verteilt. Es hat sich ein ganzes Netzwerk der Hilfe organisiert. An der Abgabestelle werden alle Spenden entsprechend sortiert und direkt verladen. Als wir mit unserem Transporte ankamen, waren sofort 10 Helfer:in da und habe das Auto entladen. Diese Anlaufstelle wird an Freitag so nicht mehr existieren. Es gibt aber weiterhin Kontakte zu den Organsiatoren.

Die KF Brieselang konnte ihre Spenden direkt in den heutigen Transport verladen.
Übergabe auf dem AVUS Parkplatz.

Wir sammeln weiter Spenden und freuen uns über die Hilfe. Vermutlich in der nächsten Woche wird ein weiterer eigener Transport von der Kitaleiterin organisiert. Im Laufe des Tages sind weitere Spenden in der Kita eingetroffen.
Folgender Link führt zu einer Seite der Helfer:in vom AVUS Parkplatz. Dort sind sehr gut die aktuellen notwendigen Hilfsgüter aufgeführt. Weiter gibt es dort Vorlagen zum Beschriften der Kisten. Bitte nach Möglichkeit alle Spenden sortiert in beschrieben Kisten verpacken. Hilfreicher Link:


https://linktr.ee/yourdude_e.v

Vielen herzlichen Dank für die vielen Spenden und die zahlreichen Unterstützung.
Gott vergelts‘!
Beten wir weiter für den Frieden!
Daniel Buchholz

Beeindruckend was dort an Hilfsgüter ankommt. Von der privaten Spenden Bus zum volle Transporter.

Einkehrtag 2022

15 Personen aus mehreren Generationen nahmen heute am Einkehrtag teil. Es ging dabei um den Kreuzweg Jesu. Kindgerecht auf einer Erzählschiene wurde die Geschichte vorgespielt. Anschließend konnten die Kinder die Figuren selber basteln, während die Erwachsenen über die zwei Seiten der Menschen, des Lebens redeten.
Alle bastelten ein eigenes kleines Kreuz, welches Teil des anschließenden Kreuzweges war. Verschiedene Farben schufen eine Brücke von der Passion zum Heute.
Den Abschluss fanden die Teilnehmenden bei der Wort Gottes Feier in der Kirche.
Die Kinder fragten wann wir denn wieder so einen Tag machen.

Die Erzählschiene

 

Jede Farbe steht für eine Station auf dem Kreuzweg und schafft eine Brücke zum Heute.
Es wurden Kreuze gebastelt

 

Abschließende Wort Gottes Feier

 

In der Laterne begleitete uns heute das Friedenslicht aus Bethlehem.

 

Text und Bild: Daniel Buchholz

Spenden für die Ukraine

Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft die unsere Spendenaufruf ausgelöst hat und von der Reichweite. Viele Menschen habe schon gespendet oder sind dabei Spenden zu sammeln. Am Sonntag werden in vielen Gemeinden weitere Sammlungen vorgenommen.

Viele telefonieren und fragen was benötigt wird, ob auch Geldspenden angekommen werden.
Kleidung wird aktuell nicht benötigt.
Wichtig sind haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel, Verbandsstoffe und Medikamente, Taschenlampen, Batterien und im weitesten Sinne „Campingzubehör“.

Geld Spenden können wir nicht annehmen. Wir empfehlen an KOLPING International zu spenden
https://www.kolping.net/spenden/ukraine-nothilfe?ukraine-hilfe/spende

Sie kaufen von den Spenden gezielt und bedarfsgerecht für Kolping Ukraine, Polen und Rumänien ein und bringen die Hilfstranporte auf den Weg.

Am Freitag wurde ein großer Transport in St. Stephanus beladen und auf die Reise geschickt. Es wird weitere Transporte geben. Wir nehmen weiter Spenden an. Wir arbeiten da eng mit der Kitaleiterin zusammen, die diese Hilfsaktion begonnen hat, sie ist Ukrainerin und gut vernetzt.

Wir sagen herzlich DANKESCHÖN für alles was ihr bisher schon geleistet habt. Das bringt ein wenig Licht in diese düstere Zeit. Ein Licht der Solidarität und Nächstenliebe.
Vergelts‘ euch Gott.
Beten wir weiter für Frieden.

Lager in Maximilian Kolbe.
Lager in St. Stephanus
Schnuffi und Oskar machen sich auch auf den Weg in die Ukraine.
Unsere Sekretärin Claudia hat sie mit ihrer Tochter und Freunden sortiert,beschriftet und verpackt. DANKESCHÖN
Spenden die im Diözesanbüro eingegangen sind.

Aschermittwoch 2022

„Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“. Diese Worte können bei der Spendung des Aschenkreuzes gesprochen werden, oder auch „kehre um und glaube an das Evangelium“.

Diese Fastenzeit wird wieder eine Besondere, wieder anders. Corona schränkt uns weiter ein, aber vielmehr sind wir vom Krieg in der Ukraine schockiert. Angst, Hilflosigkeit, Ungewissheit, Trauer und was uns noch beschäftigt in dieser ernsten Lage. Da wird für uns deutlich, dass wir zum Staub zurückkehren, dass es so schnell vorbei gehen kann, das Hab und Gut auf einmal Staub ist, dass Vieles zu Staub wird. Einen Krieg in Europa hielt viele nicht für möglich. Jetzt müssen wir erkennen in was für einer Komfortzone wir leben, was wir wie selbstverständlich haben, ohne es zu schätzen: Frieden, Freiheit, Auskommen. In dieser Fastenzeit sollten wir uns bewusst machen, für wie selbstverständlich wir Vieles halten, was es aber nicht ist. Haben wir Mitgefühl für die Menschen, die unsere Hilfe und Zuwendung benötigen. Helfen wir mit unseren Mitteln wie es geht, in der Ukraine aber auch im Alltäglichen. Nicht alles ist selbstverständlich.

Und dann: „ kehre um und glaube an das Evangelium“. Wenn das die Menschen tun würde, dann hätten wir Nächstenliebe statt Krieg.

Bitten wir Gott für die Umkehr der Menschen und für den Frieden.

Beten wir für den Frieden.

Eine gesegnete Fastenzeit

Text: Daniel Buchholz, Geistlicher Leiter Kolpingjugend Berlin

Bild: Amplitudy über Pixabay in Pfarrbriefservice

„Voll ins Klo gegriffen“

Dieser Satz ist am vergangenen Samstag beim Klausurtag der Kolpingjugend Berlin gefallen. Nach einer kurzen Kennlernrunde wurde geschaut, was wir so alles im DV Berlin machen. Jedes Mal freut es mich, was so alle gemacht wird. Die Workcamps in Ravensbrück zweimal im Jahr, den Einkehrtag in der Fastenzeit, die Oasentage im Kloster Birkenwerder um mal ein bisschen Abstand vom Alltag zubekommen. Zum Ende eines Jahres verteilt die Kolpingjugend einen Spirituellen Adventskalender um ein bisschen Licht in die dunkle Jahreszeit zubringen.

Im Laufe des Klausurtag gab es viele Ideen, wie etwas bewegt werden kann, nach so einer Pandemie. Wichtig war uns, die Verbandarbeit voranzubringen. Wir möchten gerne, die Aktionen für junge Erwachsene und die Ortsgruppen mehr in den Fokus nehmen. Das heißt, Kontakte zu den neuen Kolpingjugendgruppen suchen und ausbauen, gemeinsame Sache machen. So auch mit den Stammtischen die in der Regel alle zwei Monate stattfinden, wird sich etwas verändern. In Zukunft wird es den Stammtisch an einem Ort nicht mehr geben. Wir haben überlegt, was die Veranstaltung für einen neuen Namen haben kann und welche Inhalte. Nach kurzem Überlegen wurde ein Name gefunden „Voll ins Klo gegriffen“ heißt der neue Stammtisch. Mit dieser Aktion wollen wir versuchen ein bisschen in Fahrt zu kommen. Geplant ist eine Agape am Gründonnerstag, ein Grillen im Garten,ein Picknick am Tegeler See und ein Oktoberfest. Wir freuen uns bei der Fahrt dabei zu sein.

Ein starkes Zeichen

Ein starkes Zeichen: verschiedene Religionen beten gemeinsam vereint in der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum um den Frieden. Die berührende Predigt endet mit der WhatsApp eines 16 jährigen Mädchen aus Kiew die es nicht so mit dem Glauben hat, aber bitte: „betet für uns.“

Text und Bild: Daniel Buchholz

25+1 Jahre Gegen das Vergessen!

Bei der Überschrift wird allen sicherlich deutlich, um welches Jubiläum es sich in diesem Beitrag handelt. Nach der langen Zwangspause wurden wir endlich gemeinsam wieder aktiv und konnten unser Engagement in der Mahn – und Gedenkstätte Ravensbrück nachholen und im kleinen Rahmen unser Jubiläum nachfeiern. Deswegen starteten wir diesmal schon am Donnerstag und von Tag zu Tag kamen mehr Teilnehmer dazu, sodass wir den Samstag dann mit 40 Personen gemeinsam begehen konnten.Der Start des diesjährigen Workcamps war schon etwas Besonderes, denn zum inhaltlichen Einstieg am Donnerstag durften wir exklusiv in die durch Corona geschlossenen Ausstellungen im Haus der Aufseherinnen und in der Kommandantur gehen.

Den Freitag starteten wir mit der Arbeit auf dem Südgelände, wo wir die Wege von Unkraut befreiten und wieder einige Fundamente freilegten. Die Mittagspause wurde diesmal etwas verkürzt, denn wir bekamen die Möglichkeit uns die neue Ausstellung im Zellentrakt exklusiv anzusehen. Der Besuch im Zellentrakt war für mich etwas ganz Besonderes. Der Ort war sehr berührend und die Geschehnisse dort für jeden unvorstellbar und so sind wir dankbar, dass wir diesen Einblick erhalten durften und uns ganz für uns alleine erinnern konnten.

Am Abend kamen dann einige Teilnehmer noch dazu, sodass wir gemeinsam nach dem Abendbrot mit einer Kennlernrunde starteten. Anschließend hörten wir einen Vortrag von Kolpingschwester Celina und schauten uns den Dokumentarfilm der Kolpingjugend Berlin vom 20. Jubiläum an. Der geistliche Leiter der Kolpingjugend Region Ost, Thomas Kloss, schloss den inhaltlichen Teil mit einem sehr schönen vorbereiteten Abendimpuls, bevor es in den gemütlichen Teil über ging.

Am Samstag mussten wir uns dann im Gelände aufgrund von Corona etwas aufteilen, sodass eine Gruppe auf dem Südgelände blieb und eine weitere in die Innenhöfe der Schneiderei und auf das Siemensgelände ging. Aufgrund eines aufmerksamen Beobachters konnte der Gedenkstätte ein Lagerplatz mit Munition und russischen Abzeichen gemeldet werden und somit sichergestellt werden.

Leider waren an diesem Wochenende die Möglichkeiten im Archiv zu arbeiten etwas begrenzt. Dafür kamen die Archivarbeiter in den Genuss einer Führung, welche von unserer pädagogischen Begleitperson auf eine neue Art und Weise gestaltet wurde.

Den Tag konnten wir dann ganz besinnlich mit einem Gedenkgottesdienst in der Schneiderei abschließen, mit den Besonderheiten, dass das neue Banner der Kolpingjugend geweiht wurde und wir auch ein neues Mitglied aufnehmen durften. Anschließend nach dem Gottesdienst gab es noch einige Festreden, unter anderem von der neuen Gedenkstättenleitung, Frau Dr. Andrea Genest. Sie berichtete von den positiven Aktivitäten der Kolpingjugend in der Vergangenheit und äußerte ihre Freude, über die weitere gemeinsame Zusammenarbeit.

Als kleines Geschenk gab es für alle einen Fisch mit einem Segens- oder Wunschband daran, ein schönes Zeichen der Christen an diesem Ort.

Am Schluss kann ich nur noch an alle DANKE sagen, die dieses Wochenende möglich gemacht haben. Vor allem Sebastian, welcher dieses schon wochenlang vorbereitet hat, mit etlichen Vorgesprächen und Besorgungen. Danke an alle Teilnehmer, für die persönlichen Begegnungen und Gespräche, jeder hat sich mit seinen Möglichkeiten eingebracht und dieses Wochenende zu etwas ganz Besonderem gemacht.

Text: Sophie Dziaszyk & Sebastian Rybot, Bilder: Buchholz

Home Conferencing!

Hoffentlich hat diese Wortneuschöpfung keine Zukunft.
Heute fand unsere Diözesankonferenz statt.
Vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben, daran teilzunehmen und für konstruktiven Austausch gesorgt haben. Wir haben auch einige Neuigkeiten:
So konnte die DL bisher bestehend aus Sebastian und dem geistlichen Leiter Daniel mit Sophie und Lukas verstärkt werden.
Für den DAK, weiterhin bestehend aus Sascha, Manuel und Thomas, konnten wir Sara und Celina gewinnen.
Allen gewählten Herzliche Glückwünsche, Gottes Segen und Treu Kolping!

Impulse in der Osterzeit

„Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.“ Dieses Sprichwort gilt in dieser Zeit sehr gut. Wir alle sind von Maßnahmen betroffen, die unsere Freiheiten zum Wohl der Gesellschaft einschränken. Aber auch die Kolpingjugend im DV Berlin will die Gelegenheit nutzen und neue Maßnahmen ergreifen. Wir wollen euch in der nächsten Zeit (und gerade in der Osterzeit) mit einigen Impulsen begleiten. Diese findet ihr auf unserer Homepage, aber auch auf Facebook und Instagram.

Hier könnt ihr euch die Impulse durchlesen:

Erster generationsübergreifender Einkehrtag

Am 2 Fastensonntag fand zum ersten Mal ein generationsübergreifender Einkehrtag der Kolpingjugend statt. Besonders (Enkel-) Kinder waren eingeladen. 9 Erwachsene und 3 Kinder sind der Einladung gefolgt. Nach dem Gemeinde Gottesdienst in Maximilian Kolbe befassten sich die Teilnehmenden mit dem Thema „Versuch*ung“. Viele Versuchungen wurden benannt. Der Wunsch nach einer Fastenzeit die sich auf das Wesentliche konzentriert kann als Tenor genannt werden. Die Kindern haben miteinander gespielt und auch etwas beim Basteln der Osterkerzen geholfen. So nehmen alle etwas für den Geist mit in die Fastenzeit und ganz praktische eine individuell Osterkerzen. Es war eine gelungene Veranstaltung die allen gut gefallen hat. Zukünftig soll immer am Samstag nach Aschermittwoch ein Einkehrtag stattfinden. Also schon mal für das nächste Jahr merken.
Wir wünschen allen eine Fastenzeit die den Blick auf das Wesentliche lenkt!

Oasentage 2019

Eine lang bewährte Tradition sind die Oasentage der Kolpingjugend in Birkenwerder.

So machten auch wir uns auf den Weg, das Thema in diesem Jahr war: “ Maria, Mutter Gottes”. Am Freitag Abend hörten wir zunächst einen spannenden Vortrag von Pater Körner und ließen den Abend dann entspannt ausklingen. Der Samstag stand im Zeichen des Schweigen hierbei sammelte jeder für sich neue Erfahrung. Die Zeit des Schweigen war erholsam und lehrend. Wir haben jeweils drei Bibelstellen mitgenommen, welche jeder für sich meditieren und dadurch auch für sich eine neue Bedeutung für Maria abwenden konnte. Am Abend nachdem wir das Schweigen mit dem Engel des Herrn beendet und zusammen Abendbrot aßen reflektierten wir die Zeit des Schweigens und haben uns nochmal gemeinsam mit dem Thema Maria ist… : bspw… “Mutter” , ….“eine besondere Frau die Spuren hinterlassen hat” , … wie eine “Schwester”.

Maria hat viele Gesichter, jedoch nur ein Mutterherz”

Weitere Themenschwerpunkte waren: Wie kann Maria für mich Mutter sein? Was kann ich von Maria lernen?

Auch im gemütlichen Teil des Abends reflektierten wir noch das Thema, tauschten uns aus, es war ein gelungener Austausch zwischen Jung und Alt.

Am Sonntag haben wir noch zusammen eine Heilige Messe gefeiert zu der jede*er Teilnehmer*rin eine persönliche Fürbitte formulieren und vortragen konnte.

Ein herzliches Danke geht an das Vorbereitungsteam der geistliche Leiter der Kolpingjugend Daniel Buchholz, Diakon Thomas Marggraf-Kosch und Monika Buchholz für diese besinnliche Vorbereitung auf den Advent.

Fotos: Daniel Buchholz, Text: Celina Weber und Sophie Dziaszyk

Sommerworkcamp 2019 in der Gedenkstätte Ravensbrück

Das Engagement in Ravensbrück ging weiter. Das zweite Workcamp in diesem Jahr fand vom 30.08. – 01.09. statt. 32 Menschen jeden Alters haben sich auf den Weg nach Ravensbrück gemacht und waren je nach ihren Möglichkeiten fleißig am Werk.

Wir starteten am Freitag mit dem inhaltlichen Einstieg. Es kam der Pastor aus Fürstenberg. Mit ihm diskutierten wir über das Thema Schutzhaft. Uns wurde das Schicksal einer Betroffenen mit Hilfe ihres selbstverfassten Lebenslaufes eindrucksvoll nahegebracht.

Am Samstag ging es dann, nach dem Morgenimpuls, auf dem Gelände und im Archiv los. Im Archiv wurden viele Texte in Sütterlin gelesen und übersetzt. Auf dem Gelände wurden Müll und Schutt gesammelt, sowie der Bauzaun von Bewuchs befreit. Das ist nötig, da das Südgelände ab dem 27. Januar 2020 für Öffentlichkeit freigegeben wird. Schon jetzt sind auf dem Gelände Wege und Zäune angelegt.

Trotz 34 Grad bei praller Sonne wurde viel geschafft. Der Tag klang nach einer kühlen Dusche, mit einem Gottesdienst und gemeinsamen Grillen gemütlich aus. Der Gottesdienst war die Prämiere für unseren Geistlichen Leiter Daniel.

Am Sonntag arbeiteten wir mit einer kleinen Gruppe im Archiv und Gelände weiter. Dabei konnte die Aufräumaktion auf dem Gelände abgeschlossen werden. Die verbleibende Zeit wurde für das Freischneiden alter Fundamente genutzt. Mit der Abschlussreflexion nach dem Mittagessen endete das Workcamp.

Ein herzliches Dankeschön geht an Sebastian Rybot, der mit Hilfe von Thomas und Gabi Kloss wieder alles sehr gut vorbereitet hat. Vielen Dank auch an unseren neuen geistlichen Leiter Daniel Buchholz für den sehr schönen Gottesdienst und die geistlichen Impulse.

Im nächsten Jahr findet das Frühjahrsworkcamp vom 27.03.20 bis zum 29.03.20 statt. Vom 10.09. bis zum 13.09. wollen wir unser 25-Jähriges Engagement in Ravensbrück feiern.

Text: Sophie Dziaszyk

Neu aufgestellt

Vom 10. bis 12. Mai tage die Diözesankonferenz 2019. Mit dabei waren Delegierte und Gruppenleiter verschiedener Kolpingsfamilien, sowie Gäste aus Kolpingwerk DV Berlin, dem BDKJ und der Bundesebene.

Foto: Daniel Buchholz

Am Freitag wurde zunächst der Rechenschaftsbericht diskutiert und erste Weichen für Samstag gestellt. Am Samstag fanden dann die Wahlen statt, mit denen sich die Kolpingjugend im DV Berlin neu aufgestellt hat.

Neuer Diözesanleiter ist Sebastian Rybot. Ebenfalls in die Diözesanleitung gewählt wurde Daniel Buchholz als geistlicher Leiter. Unterstützung erhalten sie durch den Diözesanen Arbeitskreis. Diesem gehören neben Thomas Kloss und Lukas Buchholz die neugewählten Mitglieder Sophie-Charlotte Dziaszyk, Manuel Kowol und Sascha Rösler an.

Foto: Daniel Buchholz

Im Anschluss an die Wahlen schloss sich der thematische Teil der Konferenz an. Es gab einen Studienteil zum Thema „genderneutrale Sprache“, in der uns die unterschiedlichen Sprachkonzepte vorgestellt wurden. Dabei wurde die verschiedenen Konzepte diskutiert.

Am Samstag Abend hieß es dann Abschied nehmen. Nach 15 Jahren scheidet Thomas Marggraf-Kosch aus dem Amt der pastoralen Begleitperson der Begleitperson. Sara Kloss legte ebenfalls ihr Amt als Diözesanleiterin nach 5 Jahren nieder. Sie wurden am Abend von der DiKo und den extra angereisten Gästen verabschiedet. Zunächst feierte Thomas noch einmal einen Gottesdienst mit uns, in dem er Daniel als neuen geistlichen Leiter einführte. Begleitet wurde der Gottesdienst durch die Band eXodus. Am Ende des Gottesdienstes wurde Thomas für seine Arbeit mit dem Ehrenzeichen des Kolpingwerks DV Berlin ausgezeichnet.

Foto: Daniel Buchholz

Nach der Stärkung am Grill, starteten wir in das Abendprogramm. Zunächst mussten Thomas und Sara Weingummipunkte sammeln. Hierzu musste Thomas Lücken in einem Bibelgedicht füllen, was ihm meistens gelang. Anschließend traten beide im Quiz gegeneinander an. Je nach Thema konnten beide Kandidaten ihre Stärken zeigen. Natürlich durfte auch ein Rückblick auf die gemeinsam erlebten Jahre nicht fehlen. Dabei half Daniels Fotoarchiv.

Anschließend blieb noch ein langer gemeinsamer Abend um DANKE zu sagen!

Frühjahrsworkcamp 2019 in Ravensbrück

Vom 26. bis zum 28. April war es wieder einmal soweit. Wir haben unser Engagement in der Gedenkstätte Ravensbrück fortgeführt und wieder einiges erreicht. Aber immer schön der Reihe nach.

Einführung in den Einsatz

Los ging es am Freitag nach dem Abendessen. Nach einer Vorstellungsrunde gab es für alle einen kurzen Einblick über das, was die Gedenkstätte tut, bevor uns dann ein Vortrag über ein Gebäude nahe der Lagermauer geboten wurde. Hierbei wurde uns erklärt, dass das ehemalige KZ Ravensbrück auch aus vielen zusätzlichen Gebäuden bestand, wie einem Wasserwerk, einem Klärwerk und auch einem Pferde- und Schweinestall. Während die Pferde wahrscheinlich zum Vergnügen der SS gedacht waren, dienten die Schweine zur Ernährung der SS und ihrer Gefolgschaft, sowie zur Schikane der Inhaftierten. Ging es den Schweinen doch besser als den Menschen… Auch wurde uns erklärt, wie das Gebäude im Laufe der Zeit an die unterschiedliche Nutzung des Geländes angepasst wurde. Nach dem Vortrag ließen wir den Abend gemütlich ausklingen, bevor wir uns dann am nächsten Tag auf die Arbeit stürzten.

Morgenlicher Impuls, auch der Geist muss gestärkt werden

Am morgen bekamen die Gruppe, die bereits am Freitag Abend angereist war Verstärkung. Viele Tagesgäste kamen, um gegen das Vergessen zu arbeiten. Nach dem Morgenimpuls teilte sich die Gruppe. Die Neulinge und die Jüngsten bekamen erst einmal eine Führung über das Gelände der Gedenkstätte. Im Archiv wurden wieder Bücher gelesen und nach Namen im Bezug zur NS-Zeit gesucht. Während dessen wurde auf dem Südgelände eine Betonfläche von Gras und Moos befreit.

Bei der Arbeit im Gelände
Fast geschafft. Nur noch den kleinen Berg da abfahren…

Nach der Mittagspause ging es dann im Archiv und an der nördlichen Lagermauer mit unserem Einsatz weiter. Im Archiv wurden diesmal auch noch Pappmappen gefaltet. Im Gelände wurden Ahornbüsche entlang der Mauer zurückgeschnitten. Die Äste wurden zu einem Naturzaun aufgeschichtet.

Zurückschneiden der Ahornbäume
Bei der Arbeit im Archiv

In einer anschließenden Messe mit dem Präses des Kolpingswerks im DV Berlin und den geistlichen Leitern des Kolpingwerks im DV Berlin, der Kolpingjugend im DV Berlin und der Kolpingjugend im Regionalverband Ost wurde den Verbrechen in der NS-Zeit gedacht und an die Opfer erinnert. Das Sonntagsevangelium vom „ungläubigen Thomas“ passte gut zu dem Thema, da den Opfern der KZs auch Glaubenszweifel kamen. Gemeinschaftlich klang der Abend am Grill aus, bevor einige schon wieder nach Berlin aufbrechen mussten.

An Sonntag ging es dann frisch gestärkt wieder ins Archiv und ins Gelände. Dieses Mal wurde wieder ein Fundament entmoost. Dabei kamen noch neue Fundamentreste zutage, die erst noch freigelegt werden mussten.

Endmoosen und freilegen des zweiten Fundaments

Nach einer letzten gemeinschaftlichen Stärkung und einem Rückblick auf das Wochenende, ging es dann zurück in den Alltag. Weiter geht es für unseren Einsatz im September.

Ein Wochenende Sternenklar

Neun Jahre mussten wir auf das nächste Kolpingjugendevent warten. Am letzten September-Wochenende war es dann endlich soweit! – Doch dieses Mal war alles auch ein bisschen anders: Dieses Mal fuhren wir mit dem ICE und nicht mit dem Bus. Es ging nach Frankfurt am Main und nicht nach Köln. Turnhalle adé, willkommen Hotel. Voll Vorfreude und ohne Verspätung in der anderen Großstadt angelangt, stapften wir zehn los. Nun zu Fuß unterwegs (wir hatten ja noch keine Tickets) durch das noble Viertel Westend, um zu den anderen jungen Kolpingern zu gelangen. Bevor wir jedoch im großen Saal der Goethe-Universität ankamen, genehmigten wir uns erst eins der bekanntesten türkischen Gerichte. Je nach Vorliebe mal mehr und mal weniger scharf; mal mit Absicht, mal ohne es zu wissen.

Auf der Eröffnungsfeier erblickten wir uns vertraute Brüder und Schwestern und einige von uns durften sich beim großen Kennlernspiel als Urgesteine der Kolpingjugend bekannt geben. Sehr passend zum Motto „Sternenklar – Du baust die Zukunft“ besahen wir uns am 1. Abend unechte Sterne am Himmel, die über den Main flogen. Diese Generalprobe der multimedialen Drohnen-Coreographie war so spektakulär, dass sich einige von uns die Show am nächsten Abend gleich ein 2. Mal angeschaut haben. Sie wurde extra für das ebenfalls an diesem Wochenende stattfindende Altstadt-Fest inszeniert. Hier geht’s zu den Sternen am Himmel von Frankfurt am 29.09.2018: https://www.youtube.com/watch?v=p2QPwW-vub4

Am Frühstücksbuffet schlugen wir uns am Samstag unsere Bäuche voll. Unser Kopf war aber noch nicht gesättigt und so gingen einige von uns zum Workshop „Fluchtursachen“. Hier sollten wir unter anderem den verschiedenen Kontinenten Figuren nach unterschiedlichen Kategorien zuteilen. Dabei haben wir uns Gedanken gemacht wie sich die Weltbevölkerung und Geld auf die Kontinente verteilen und wohin die Menschen zurzeit am meisten flüchten.

Andere stürzten sich unter Leitung des DV Bamberg in das unfaire Spiel „Puzzels“, einem lebendgroßen Siedler-von-Catan-Spiel. Dort gründeten wir zusammen mit Kolpingjugendlichen aus dem DV Augsburg unser „B-Dorf“ und erkämpften uns wichtige Rohstoffe, um das Dorf zu erweitern. Unser Druide musste zum Beispiel regelmäßig Gold ertanzen. Zudem wurden Ritter ausgebildet und es wurde Jagd auf die Lebensbändchen anderer Mitspieler gemacht. Neben einem Kloster bekam unser Dorf auch ein Weltwunder. Nach zwei Stunden war das gelungene Spiel dann leider schon vorbei und die Abrechnung der Siegpunkte begann.

Ein anderer von uns besuchter Workshop war „Rente – Krieg ich eh nicht“, ein heute heiß diskutiertes Thema unter jungen Menschen. Wie sich beim Workshop allerdings zeigte, setzen wir uns mit dem Thema bisher zu wenig auseinander. Die zahlreichen und vielfältigen Dauerangebote, wie Menschenkicker, Bungee Run und eine Klettwand zum Klettern auf dem Frankfurter Roßmarkt haben wir allesamt erfolgreich und mit viel Lachen erprobt! Aber es gab auch Gelegenheit zum Ausruhen und Staunen, wie bei dem Auftritt der Prinzengarde Warstein. Mit ihrer Akrobatik ließen sie uns den Atem anhalten.

Zwischendurch war Zeit, um am Main zu spazieren, den vielen Ständen vom Altstadt-Fest beizuwohnen oder im Hotel schon einmal vorzuschlafen. Am Abend bzw. in der Nacht wurde dann bis 3:00 in der Uni unter Kolpingern getanzt, während die Sterne die ganze Zeit über uns waren.Und was wäre der Sonntag auf solch einer Fahrt ohne einen gemeinsamen, ergreifenden Abschlussgottesdienst? Das Klingeln zur Wandlung übernahm ein Obdachloser, der mit einem Einkaufswagen, voll leerer Flaschen, zufällig bei uns entlanglief. Wie passend. Denn genau für diese Menschen sind wir auch Kolping. Während der Messe wünschte uns Bischof Dr. Georg Bätzing (Bischof von Limburg), dass wir manches durch diese Reise glasklar erkennen können. Die unzähligen Kolpingjugendbanner schwangen bei allen Liedern hin und her und unterstrichen so die gute Stimmung. Am Ende der Messe wollte noch keiner gehen und das Schlusslied WIR SIND KOLPING wurde gleich 2x hintereinander gesungen.

Insgesamt wissen wir gar nicht womit wir diese großartige Reise mit den vielen Aktionen verdient haben! Unseren Organisatoren, Spaßmachern und Hauptakteuren Aldi und Thomas, dem DV Berlin und der Steuerungsgruppe Sternenklar wollen wir für die günstige und uns sehr inspirierende Fahrt bei Dauersonnenschein (Wo habt ihr den bestellt?) DANKE! sagen. Mit Tatkraft und Mut blicken wir in unsere individuelle und gemeinsame Zukunft.

von Sascha Rösler und Kerstin Ciensky

Kolping Jugendwohnen in Berlin öffnet ab 01. März!

Schlüsselübergabe im neuen Kolping Jugendwohnen Berlin-Prenzlauer Berg

Nach 1,5 Jahren Bauzeit ist es endlich soweit: Der Aufsichtsratsvorsitzende Matthias Scharlau und die Geschäftsführerin Martina Sturm-May konnten Ende Januar die Schlüssel des neuen Kolping Jugendwohnen im Augustinushaus entgegen nehmen.

Das Haus bietet 53 Zimmer für Studenten und Auszubildende. Alle Zimmer verfügen über eine eigene Küche und ein eigenes Bad. Es gibt zwei Gemeinschaftsräume und eine Dachterrasse mit einem wunderbaren Blick über die Dächer des „Prenzelberges“, wie die Berliner liebevoll sagen. Die ersten Bewohner können am 01. März einziehen.

Anmeldungen sind sofort möglich unter dieser Email Adresse oder auf der Homepage des Kolping Jugendwohnens.

24. Dezember

Auf die Frage, wann Weihnachten ist, antworten inzwischen immer mehr Menschen, es sei am 24.12. Dass das nicht stimmt, merken wir etwa alle sechs Jahre, wenn der vierte Advent, so wie diesmal, auf den Heiligen Abend fällt – und die Adventszeit entsprechend kurz war.

Ich hoffe, Ihr habt sie trotzdem, auch dank dieses Kolping-Adventskalenders, nutzen können und seit jetzt bereit – einmal noch tief Luft holen – um nach der vorweihnachtlichen Stimmung  heute Nacht im Anbruch des morgigen Tages die Geburt Christi zu feiern! „In der Mitte der Nacht liegt der Anfang eines neuen Tags!“ Gesegnete Weihnachten!

Pfr. Matthias Brühe, DP

23. Dezember

Die Zeit der Vorbereitung geht zu Ende, wir sind alle auf das Kommen gespannt, das helle Licht. Vergessen wir in dem Licht nicht die Menschen, die es schwer haben das Licht zu spüren. Bemühen wir uns, dieses Licht aufzunehmen und weiter zu schenken.

Sebastian Rybot, DL

22. Dezember

In jeder Pfütze ist der Himmel zu sehen. Der Himmel den wir nicht mit unserer menschlichen Vorstellungskraft ergreifen können. Der über uns steht und manchmal über das Gemüt entscheidet, scheint für uns die Sonne oder tropft es. Manchmal tropft es auch unseren Augen, das können auch schon Neugeborene. Meist schlafen die Neugeborenen nicht, so wie Jesus in der einsten Stillen Nacht. Josef und Maria bleiben wach und schauen auf ihr Kind, sie können noch nicht verstehen, welch ein Geschenk sie erhalten haben. Aber das ist nicht nur das Geschenk der einstigen Eltern, sondern auch unseres. Halten wir auch in der Stillen Nacht die Augen auf und wachen auf die Menschen um uns. Schon Jesus hat spartanisch in einer Krippe gelegen, aber auch heute liegen Menschen auf Tüten in unseren Straßen. Geben wir Ihn nur ein Lächeln und zeigen Ihn, ihr seid nicht allein.

Sophie Dziaszyk, DL

Bild: Peter Weidemann
In: Pfarrbriefservice.de

21. Dezember

Eine Nachbarin fragte, ob wir Heiligabend zu Hause sind. Ich dachte, was ist der Hintergrund ihrer Frage, dann wurde es klarer: „kommt zu euch auch ein Weihnachtsmann?“ Ging es vielleicht darum sich einen „Weihnachtsmann“ zu teilen? Aber ich antwortete das es bei uns keinen Weihnachtsmann gibt. Ihr Blick sprach Bände: wie können die ihren Kindern das vorenthalten. In diesen Blick sagte ich, dass bei uns das Christkind kommt. Und wieder ein fragender Blick. Jetzt musste ich die Frage beantworten, was das Christkind ist.

Mich hat diese Situation beschäftigt, ist der Sinn von Weihnachten verloren gegangen? Wissen die Menschen nicht mehr, warum wir Weihnachten feiern? Aber ich konnte dieser einen Person das Christkind näherbringen, Weihnachten erklären. Das ist doch schon mal was, ich kann und werde nicht die Welt ändern können mit meinen Mitteln, aber ich kann in meinem Umfeld ein bisschen dazu beitragen, dass Weihnachten nicht in Vergessenheit gerät.

Daniel Buchholz, GL

Bild: Peter Weidemann
In: Pfarrbriefservice.de

20. Dezember

Die Rollen im Krippenspiel sind verteilt: Maria, Joseph, das Jesuskind, die Hirten und Engel, Schafe, Ochs und Esel die Gastwirte… Und was würdest du gerne spielen? Welche Rolle hast du vielleicht schon mal gespielt? Ich wäre gerne der Stern über der Krippe. Ich könnte alles beobachten und genießen, ich könnte weit und hell strahlen und allen von der großen Freude der Heiligen Nacht berichten.

Daniel Buchholz, GL

Bild: Pixabay.com

19. Dezember

Uns schickt der Himmel“, dass ist das Motto der 72-Stundenaktionen, die der BDKJ auch für nächstes Jahr wieder ausgerufen hat. Es geht bei der Aktion darum, dass Kinder und Jugendliche sich zusammen tun und in 72 Stunden die Welt ein bisschen besser machen. Als Kolpingjugend werden wir die Zeit in Ravensbrück verbringen und dort mit anpacken. „Uns schickt der Himmel“, dieses Motto sollte aber nicht nur über der 72-Stundenaktionen stehen. Wenn uns Weihnachten Jesus „vom Himmel“ geschickt wird, dann leitet er diesen Auftrag später auch an uns weiter. Wir werden nicht nur während der 72-Stundenaktionen vom Himmel geschickt, sonder weit darüber hinaus. Wie können wir unser Leben weiter in diese Richtung entwickeln?

Text: Sascha Rösler (Diözesaner Arbeitskreis)

Bild: BDKJ-Bundesstelle e. V

18. Dezember

1 Jedes Ereignis, alles auf der Welt hat seine Zeit:
2 Geborenwerden und Sterben, Pflanzen und Ausreißen,
3 Töten und Heilen, Niederreißen und Aufbauen,
4 Weinen und Lachen, Klagen und Tanzen,
5 Steinewerfen und Steinesammeln, Umarmen und Loslassen,
6 Suchen und Finden, Aufbewahren und Wegwerfen,
7 Zerreißen und Zusammennähen, Schweigen und Reden,
8 Lieben und Hassen, Krieg und Frieden.
9 Was also hat der Mensch davon, dass er sich abmüht? (Prediger, 3, 1-9)

Am Weihnachtsfest muss nicht alles perfekt sein, es ist die Zeit um zusammenkommen, Gemeinschaft zu erfahren, Steine aus dem Weg zu räumen und wieder näher zusammen zu rücken, also lassen wir uns nicht stressen und alle Freude nehmen, sondern gehen wir mit Freude auf die Zusammenkunft mit dem Sohn Gottes und unseren Lieben.

Bild: Peter Weidemann
In: Pfarrbriefservice.de

Sophie Dziaszyk, DL